Die Schweiz ist heute eines der reichsten Länder der Welt und konnte die besten Sozialwerke aufbauen - dank der Vermögensbildung ihrer Bürger. Ist es wert, wegen ein paar Milliarden mehr Steuereinnahmen jetzt unser langfristiges Wohlergehen zu gefährden? Durch die Zunahme des Erwerbs von Wohneigentum und die fortschreitende Geldentwertung wird die Zahl derjenigen, die irgendwann mehr als zwei Millionen an Vermögen besitzen, schnell steigen.

Diejenigen, die vorgeben, kein Vermögen aufbauen zu wollen und sich lieber auf den Staat verlassen, wenn sie in Schwierigkeiten geraten, mögen für die Erbschaftssteuer sein. Sie sägen dann aber an dem Ast, auf dem sie sitzen. Das abgedroschene Argument, dass die Erben nichts dafür getan haben und deshalb besteuert werden sollen, ist falsch. Ziel jedes Menschen ist es, im Leben etwas zu erschaffen. Ohne diese Einstellung hätte unser Staat viel zu wenig Steuereinnahmen für seine Aufgaben. Alle Vermögen, die vererbt werden, sind schon mehrfach besteuert worden und werden auch künftig besteuert.

Es widerspricht unserem Naturell, etwas, was wir über Jahrzehnte mit harter Arbeit aufgebaut haben, nach unserem Ableben nur teilweise weitergeben zu können. Gekoppelt mit der Abwanderung vieler hoher Vermögen, würde die Steuerbasis für zukünftige Generationen reduziert. Diese selbstzerstörerische Initiative verdient ein entschiedenes Nein, zum Wohle der Schweiz.

Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper