Der Kommentar: 76 Seiten umfasst die Untersuchung zur «Bedeutung der Armee für die Schweiz». Rund 1,4 Millionen Franken kostete sie. Eine Million investierten Milizoffiziere und Wirtschaftsvertreter persönlich. Darunter so bekannte Vertreter wie Bruno Basler, Verwaltungsratspräsident der Ernst Basler + Partner, Swiss-Life-Präsident Rolf Dörig, Marco Netzer, Verwaltungsratspräsident der Banque Cramer, sowie Marc Jaquet, Präsident des Basler Arbeitgeberverbands. Basler als Projektleiter investierte sieben Monate lang ein 20-Prozent-Pensum. Und McKinsey Schweiz liess drei Personen über fünf Monate die Grundlagen erarbeiten. Praktisch zum Selbstkostenpreis.

Das lässt aufhorchen. In den 90er-Jahren haben sich Armee und Wirtschaft zunehmend entfremdet. Waren früher militärische Führungserfahrung und Militärnetzwerke Garanten für eine Karriere in der Wirtschaft, wurden sie danach zum Klotz am Bein. Die Unternehmen wollten keine Führungskräfte mehr, die wochenlang Militärdienst leisten mussten. Und von militärischer Führungserfahrung hielten die neuen Wirtschaftskapitäne wenig.

Das persönliche Engagement wichtiger Wirtschaftsvertreter für die Studie zeugt von einem Umdenken. Offenbar interessiert man sich auch auf den Teppichetagen wieder fürs Militär. Es sind die unzähligen Risiken und Unsicherheiten im Zeitalter der globalisierten Wirtschaft, die dazu geführt haben. Sie haben einen Teil der Wirtschaftselite ihre Liebe zur Armee wieder entdecken lassen.

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