Der «einsame Kampf gegen die Weltsprache Englisch» («NZZ») erscheint anachronistisch. Vielleicht ist Spuhler aber der Zeit voraus. Ebenfalls diese Woche gab Google bekannt, in Zürich ein neues Forschungszentrum für maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz aufzubauen: Computer sollen mehr und mehr wie unser Gehirn funktionieren. Das werde die Gesellschaft noch tiefgreifender verändern, als dies das Internet in den vergangenen zwei Jahrzehnten getan hat, sagte ein Forscher. Zum Beispiel könnten Menschen sich künftig in jeder beliebigen Sprache unterhalten; das Smartphone und ein Ohrhörer dienten als Live-Dolmetscher. «Wir werden alles lesen, hören und verstehen können», sagte er.

Das ist Zukunftsmusik, doch schnellere Rechner machen maschinelles Lernen schon heute möglich. Der Computer kann Dinge, die bisher dem Menschen vorbehalten war. Das zeigte der Sieg über den Menschen beim hochkomplexen Brettspiel «Go». Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Müssten wir nicht die Sprache der Computer verstehen lernen, statt uns darüber zu streiten, ob an den Schulen zuerst Französisch oder Englisch unterrichtet werden soll? Bildungspolitiker und Wirtschaftsvertreter fordern, Programmieren müsse an der Primarschule beginnen und ohne das Beherrschen einer Programmiersprache dürfe eine Matura nicht mehr zu haben sein. Das ist richtig: Wenn die Schweiz zur Pionierin wird, tut sie das Beste für die nächste Generation.

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