Es hat sich gezeigt, dass die Regeln der Eurozone in wirtschaftlichen Situationen, wie wir sie in den letzten Jahren hatten, zu wenig flexibel sind und durch demokratische Prozesse ausgehebelt werden können. Es braucht diese Regeln aber für Schuldnerländer wie Griechenland, weil zu befürchten wäre, das sie eine grössere Flexibilität zu ihrem Vorteil nutzen würden. Aber nichts ist ein besserer Lehrmeister als eine solide Krise.

Das «Erziehungsprojekt» Eurozone wird weiter gedeihen, mit oder ohne Griechenland, denn die meisten und wichtigsten Mitgliedländer erkennen, welche enorme wirtschaftliche Kraft es entfalten kann. Der Austritt Griechenlands aus der Eurozone würde nur einen vorübergehenden Imageschaden bedeuten.

In der Schweiz werden wir trotz des starken Frankens durch unsere hochwertigen Exporte und Dienstleistungen am kommenden Aufschwung teilnehmen, direkt und indirekt. Wir sollten aufhören, im Pessimismus zu schwelgen, auch wenn wir das nur zu gerne tun.

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