Wenn kein Schnee liegt, verlängern sie den Herbstbetrieb mit Wandern und Biken. «Wir fahren dann ein Alternativ-Programm», sagt Sepp Odermatt von den Bergbahnen Klewenalp-Stockhütte. Er denkt nicht daran, den Betrieb einzustellen. Sobald es herunterschneit, schalten Betriebe wie die Klewenalp innert kürzester Zeit auf Winterbetrieb um. Bügellift einschalten und losbrettern!

Der Schnee ist nicht das grösste Problem des Wintertourismus in der Schweiz – sondern bleibt sein grösster Aktivposten. Klar, der Klimawandel stellt mittel- und langfristig eine grosse Herausforderung dar. Doch davon sind alle Tourismusregionen im Alpenraum betroffen, also auch jene in Österreich. Und die boomen weiterhin, trotz warmer Wintermonate. Wenn die Berggebiete Umsatzrückgänge beklagen, dann liegt das Problem also woanders.

Zwei Thesen: Der starke Franken. Es liegt nahe, der Nationalbank die Schuld für die Misere zu geben. Adolf Ogi haut in diese Kerbe. Er hat recht: Der Franken ist eine schwere Last. Für die Bergbahnen und Hotels fallen alle Kosten in Franken an und im Unterschied zu den Industriebetrieben können sie keine Vorprodukte im Ausland einkaufen oder Abteilungen dorthin verlagern.

Zweite These: Die Verpflegungskosten. Wer mit ausländischen Gästen spricht, hört es immer und immer wieder. Die Miete für die Ferienwohnung sei fair, der Preis für den Skipass auch. Überrissen hingegen sei die Verpflegung. Ob beim Einkauf im Laden oder im Restaurant, man zahle in der Schweiz oft ein Mehrfaches. Besonders krass sind die Preisunterschiede beim Fleisch. Verständlich, dass da manchem Gast die Lust aufs Filet vergeht – oder auf Skiferien in der Schweiz.

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