Büsi sei Dank

Die vom «Sonntag» aufgedeckte Büsi-Affäre hat schweizweit für Schlagzeilen gesorgt. Das eine aktive Tierschützerin und Staatsanwältin ein Strafverfahren gegen zwei Kantonspolizisten eröffnet, weil diese angeblich einer verletzten Katze die erste Hilfe verweigerten, tönt auf den ersten Blick wie eine Schmunzel-Sommerloch-Geschichte.


Doch dahinter verbirgt sich ein ernsthafter Konflikt. Das Büsi-Drama führte dazu, dass der hinter den Kulissen ausgetragene Konflikt zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft öffentlich wurde. Grund dafür ist die neue Strafprozessordnung. Diese räumt den Staatsanwälten mehr Macht ein.

Die kantonalen Justizdirektoren sind deshalb gut beraten, das Problem nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Im Aargau hat sich gezeigt: Ein verletztes Büsi genügt, um aus einem schwellenden Konflikt einen Brand entstehen zu lassen.


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