Aber in der Politik ist nichts unmöglich. Der fixe Wechselkurs zum Euro war vom Anfang an eine Schnapsidee, man hat bis heute offenbar nicht verstanden, dass der Franken erst genauso schwach wie der Euro werden muss, um ihn gefahrlos daran anzubinden. Das würde auch bedeuten, dass die Schweiz genauso unbedacht wirtschaften müsste wie die Eurozone. Und diese versucht gerade, den Euro weiter zu schwächen, um ihre Wirtschaft anzukurbeln. Aber wer weiss, wenn wir mit dieser Vehemenz so weitermachen, werden wir bald der Eurozone beitreten können.

Früher waren wir stolz auf den starken Franken und wurden darum beneidet. Heute scheint uns eine schwache Währung lieber zu sein. Die Wirtschaft profitiert von dieser Politik, das ist ja der Grund, weshalb wir es machen, sagt man uns. Nur, «Eskapaden» wie diese müssen von jemandem bezahlt werden, und das sind wir alle, die etwas Vermögen angespart haben. Vor ein paar Jahren haben wir uns aufgeregt, dass die Verluste der Banken sozialisiert werden. Heute werden die Gewinne der Unternehmen durch die fixe Wechselkurspolitik von uns bezahlt, und niemand scheint dagegen zu sein. Haben wir noch immer nicht verstanden, worum es geht? Glaubt man den Beteuerungen der SNB, dann haben wir den fixen Wechselkurs zum Euro, bis dass der Tod uns scheidet. Machen Sie weiter Schulden.

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