Der Kommentar: Schon vor dem Nationalbank-Entscheid von letzter Woche waren Ferien in der Schweiz fast eineinhalb mal so teuer wie in Österreich oder dem Südtirol. Jetzt ist die Schweiz noch teurer geworden. Wollen die Hotels und Restaurants überleben, müssen sie dringend ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern, also an ihren Kosten arbeiten. Beispielsweise können mehrere Hotels gemeinsam einkaufen, um Mengenrabatte auszuhandeln. Oder sie können ihr Marketing zusammenlegen, was nicht nur Kosten spart, sondern auch die Schlagkraft erhöht.

Selbst diese Massnahmen werden jedoch nichts daran ändern, dass viele Hotels zu klein sind, um zu überleben. 40 Zimmer gelten in grösseren Ferienorten als das absolute Minimum, damit ein Dreisternehotel seine Kosten decken kann. Für ein gehobenes Viersternehotel sind es mindestens 60 Zimmer. Die Fusion mehrerer kleiner Betriebe zu einem überlebensfähigen grossen kann eine Lösung sein. Doch vielerorts ist das wegen der Besitzverhältnisse und Betriebsstrukturen nicht möglich.

Was es nun braucht, ist eine gezielte Kostensenkung für Importprodukte. Es kann nicht sein, dass Schweizer Wirte und Hoteliers für das gleiche Produkt das Doppelte und Dreifache zahlen müssen wie ihre europäischen Konkurrenten. Die Schweiz-Zuschläge der Importeure müssen weg. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass der Staat die Schutzzölle und Importbeschränkungen auf Lebensmittel herunterfährt. Das wird schmerzlich sein für die Schweizer Bauern. Aber auch sie sollten einen Beitrag leisten, damit der Tourismus überlebt.

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