Damit einher geht auch eine Umgestaltung der ersten und zweiten Senderkette des SRF-Radios. Eine Schärfung des Senderprofils nennt sich die Übung, die in der Belegschaft für unerschöpflichen Kantinengesprächsstoff sorgt. Mehr und kürzere Beiträge bei bestenfalls gleichbleibenden, tendenziell schrumpfenden Ressourcen sind gefragt. Die Qualitätsfrage wird raunend gestellt.

Hätte die gleiche Übung vor zehn Jahren stattgefunden, wäre die Erregung eine öffentliche geworden. Es hatte bewegt, wenn Radio Beromünster Sendungen verlagerte, kürzte oder verlängerte. DRS 2, die Gralshüterin für kulturelle Minderheitenbedürfnisse, stand unter gefühltem Denkmalschutz. Und heute? Es werden dazu einige Kolumnen geschrieben und einige Presseartikel verfasst. Der Bedeutungsverlust könnte nicht offenkundiger sein.

Der 16. Dezember ist ein grosser Schritt für Matter, ein kleiner für das Publikum.

Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!