Diese Woche bedeutete mir mein alter Lehrmeister «virtuell» mit erhobenem Zeigefinger: «Take your profits and run» oder ganz einfach: «Realisiere deine Gewinne und sack das Geld ein.» Was ich auch brav befolgt habe. Für mich ist die Performance 2009 damit bereits gerettet, das harte Brot des Anlegers verdient. Jetzt geht der Kampf um Butter und Konfitüre weiter.

Der Zug nach Norden bleibt gut bestückt. Es hat Qualitätsaktien, die der derzeitigen Wirtschaftskrise trotzen. So unter anderem Galenica, Syngenta, Lonza und die von mir früher erwähnten Bâloise und Helvetia.

Sie alle haben bereits unsere Herzen erfreut, und sie werden Sie weiterhin die Fahrt nach Norden zurückgelehnt und entspannt erleben lassen. Auf einem kleinen, aber ziel-strebigen Güterzug. Dazu passt auch noch Swisscom, die nach Abgang der Dividende am Freitag alleine schon optisch ein Kauf ist. Kurzum: sichere Werte in unsicheren Zeiten.

Der Güterzug auf Südkurs ist wesentlich länger und um einiges schwerer beladen. Was mich dabei irritiert, ist die hohe Anzahl von Indexaktien, die hier präsent sind. Nestlé kämpft mit globaler Umsatzstagnation, Novartis versauert im Dollar und stellt uns zwischen den Zeilen in Aussicht, dass Währungsturbulenzen jedwelchen Zuwachs auffressen könnten.

Logitech als langjähriger globaler Marktleader sieht seine Zahlen gleich um ein Drittel einbrechen, Roche muss sich die Hoffnungen auf einen weiteren Umsatzsprung mit Avastin wohl für lange Zeit abschminken.

Und das nach einer sehr teuren Übernahme von Genentech, dem Produzenten von Avastin. Das Krebsmittel trug bisher mit gegen 6 Milliarden Franken wesentlich zum Wohl von Roche bei.

Über den Krebsgang der UBS habe ich schon genügend geschrieben. Die Aktie bleibt die gewichtigste Güterladung auf dem Südexpress. Zwar weg von der Intensivstation, dafür aber für lange Zeit im Schwerstkrankenabteil ein-genistet.

Die Zugreise in den hohen Norden verspricht weiterhin mehr Anlegerfreuden. Studieren Sie den Fahrplan aufmerksam!