Ganz offensichtlich hätte die Wahrheit nicht auskommen dürfen. Obwohl die Polizei wusste, was in der Silvesternacht geschah, gab sie am Neujahrsmorgen ein Communiqué heraus mit dem Titel: «Ausgelassene Stimmung – Feiern weitgehend friedlich». Stück um Stück wurde in den folgenden Tagen dann bekannt, dass Dutzende Frauen Opfer von Gewalt wurden – und dass die Tatverdächtigen mehrheitlich Asylbewerber sind. Aus politischer Korrektheit wollten Polizei und auch manche Medien nicht, dass die Öffentlichkeit das erfährt. Man fürchtete Schlagzeilen wie: «Asylbewerber machen Jagd auf deutsche Frauen.»

Jetzt ist der Schaden umso grösser. Das Vertrauen in die Polizei ist dahin, und die Medien werden gleich von zwei Seiten kritisiert: Die eine wirft ihnen vor, die Ereignisse vertuscht zu haben, die andere, nun gegen Flüchtlinge zu hetzen. Pauschal sind beide Vorwürfe falsch, doch es gibt viele Beispiele, für die sie zutreffen. Verheerend ist, dass das ZDF noch am 4. Januar den Fall Köln unterschlug. Diese Selbstzensur unterminiert die Glaubwürdigkeit – und glaubwürdige Medien sind zentral für eine Demokratie. Wenn Behörden und Medien sich nicht mehr
der Wahrheit verpflichtet fühlen, sondern der Politik, spielen sie den Extremisten in die Hände.

Es kann nicht sein, was nicht sein darf: Diese Tendenz gibt es auch in der Schweiz, wenngleich weniger ausgeprägt als in Deutschland. In Zürich soll die Stadtpolizei schon bald die Nationalitäten von Straftätern nicht mehr nennen dürfen, sondern nur noch ihr Alter. Warum denn? Glaubt jemand, dass Ausländerkriminalität dann kein Thema mehr wäre? In einer freien Gesellschaft müssen auch unbequeme Wahrheiten ans Tageslicht. Zum Beispiel die Statistik zur sexuellen Gewalt in der Schweiz, die wir heute publizieren (siehe links). Aus ihr geht hervor, dass ausländische Täter übervertreten sind: Bei Vergewaltigung machen sie zwei Drittel aus, bei Nötigung 55 Prozent.

Offenheit und Transparenz sind der beste Weg, über Probleme zu reden und sie anzugehen. Wir dürfen keine Angst vor der Wahrheit haben.

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