Der Kommentar: Bislang waren es nur Mutmassungen, gestützt auf Beobachtungen der Polizei und auf Zahlen aus den einzelnen Kantonen. Doch jetzt zeigt erstmals eine Auswertung für die ganze Schweiz, welche Ausländergruppen am kriminellsten sind. Das Bild ist überraschend klar: Einwanderer aus afrikanischen Nationen belegen in der Statistik acht der ersten zehn Plätze. Damit ist es amtlich: Die Schweiz hat ein Problem mit kriminellen Afrikanern – nicht nur, wenn es um Drogenhandel geht, sondern auch bei Delikten wie Raub, Körperverletzung und Vergewaltigung.

Noch vor einigen Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass eine solche Statistik den Weg an die Öffentlichkeit gefunden hätte. Die Nationalität von Verbrechern, so die Argumentation damals, tue nichts zur Sache. Doch in der Öffentlichkeit und in der Politik hat ein Umdenken stattgefunden – zum Glück. Denn gerade in der Schweiz, einem Land mit einer der höchsten Ausländerraten in ganz Europa, ist es eben doch relevant, wer die Kriminellen unter den Einwanderern sind. Die sind nun benannt, und das ist gut so. Denn nur wenn alle Fakten auf den Tisch kommen, kann nach Lösungen gesucht werden. Das muss nun dringend passieren – ohne Polemik von rechts und links, trotz der politischen Brisanz der Zahlen im Angesicht der Abstimmung über die Ausschaffungsinitiative.

Auf keinen Fall darf die Veröffentlichung der Statistik dazu führen, dass alle Afrikaner hierzulande unter Generalverdacht stehen und ihnen mit Misstrauen begegnet wird. Wohl aber muss sich die Schweiz fragen, wo die Ursachen liegen, dass Afrikaner besonders schnell in die Kriminalität abrutschen. Für jene, die sich hier bereits strafbar gemacht haben, darf es kein Pardon geben. Ihre Geschichten gilt es genauer zu betrachten: Sind sie bereits mit der festen Absicht in die Schweiz gekommen, kriminell zu werden? Oder waren es die Umstände hier, die sie zu Verbrechern gemacht haben? Daraus gilt es zu lernen. Sicher ist: Die Integration von Afrikanern muss verbessert werden. Denn die Migrationsströme aus Afrika werden in der Zukunft nicht abreissen. Statistiken zu Kriminalitätsraten hin oder her.