Die Anleger befürchteten, dass die Ankündigung der amerikanischen Zentralbank, ihre Anleihekäufe von monatlich 85 Milliarden vielleicht schon dieses Jahr zu reduzieren, die Liquidität in den Märkten verringern würde, und entschlossen sich, Gewinne mitzunehmen. Überrascht von diesem Markttaucher beschwichtigte man sofort, dass auch in Zukunft die Zinssätze tief bleiben würden.

Die Aktienmärkte in den USA, Europa und Japan waren in den letzten Monaten so stark gestiegen, dass eine Korrektur überfällig war.

Es zeigt aber auch, dass die Zentralbanken in Zukunft sehr vorsichtig mit ihren Äusserungen sein müssen, um nicht eine Marktpanik auszulösen. Mit der Tiefzinspolitik haben sie die Märkte auf Höhen getrieben, die nicht von fundamentalen Daten unterstützt werden.

Es sieht so aus, dass dieser Aktienboom noch nicht vorüber ist und dass es nach der jetzigen Korrektur weitergehen wird. Die Märkte in Asien und Südamerika leiden unter dem geringen Wachstum in Europa und den USA. Der Wirtschaftsboom in China zeigt erste Schwächen bei Bankkrediten.

Die Zentralbanken werden weiter versuchen, ihre Währungen wettbewerbsfähig zu halten, abzuwerten. Die Arbeitslosenstatistiken zeigen in Europa immer noch Höchststände, nur in den USA wurden Fortschritte erzielt und Wirtschaftswachstum erreicht.

In der Eurozone ist es ruhig geworden, denn die Bürokraten in Brüssel beschäftigen sich mit unzähligen neuen Regulierungen. Aber es scheint eine trügerische Ruhe, denn das wirkliche Problem, Wirtschaftswachstum, wird sträflich vernachlässigt.

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