Die Grossbanken haben beschlossen, ihr Schweizer Geschäft in separate rechtliche Einheiten auszugliedern. Auch wenn die Einzelheiten noch nicht klar sind, wird an der Richtung nicht gezweifelt. Bis jetzt heisst es lediglich, dass die zukünftige Schweizer Gesellschaft für das nationale Geschäft weiterhin ein Teil der gesamten Gruppe bleiben wird. Aber die Aktionäre könnten auch radikalere Lösungen vorziehen.

In ihrem Eifer, die Schweizer Banken absolut sicher zu machen, können Politik und Regulatoren einer vollen Selbstständigkeit des Schweizer Geschäfts nicht im Wege stehen. Für die Aktionäre wäre dies die bessere Lösung. Man könnte die «reine» Schweizer Bank noch schnell an die Börse bringen und einige Milliarden als Kapital für das ausländische Geschäft generieren.

In der nächsten hausgemachten «Schweizer Inland-Krise» werden dann beide Schweizer Banken gerettet oder verstaatlicht, denn unsere Regierung kann keinen Bankrott zulassen. Mit der Selbstauflösung des Bankgeheimnisses gibt es für viele Ausländer einen guten Grund weniger, ihr Geld zu uns zu bringen, und die Argumente, dass wir die besseren Anlagespezialisten sind und unser Rechtsstaat viel besser ist, werden heute schon durch höhere Zuflüsse im Ausland widerlegt. Hoffen wir, dass diese Vision nicht Wirklichkeit wird.

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