Es geht hier aber nicht darum, ob man mit den jeweiligen Gehältern leben kann, sondern um unsere Freiheit und um die Freiheit der Unternehmen bei der Bezahlung ihrer Angestellten. Gerade bei uns haben sich viele globale Firmen niedergelassen, die um Personal und Führungskräfte international konkurrieren. Natürlich haben die Skandale und Fehlleistungen der Geschäftsleitungen in einigen Unternehmen allen zu denken gegeben und das Gefühl der Ungerechtigkeit bei den Gehältern verstärkt.

Aber dieses menschliche Versagen berechtigt uns nicht, die notwendige Entscheidungsfreiheit, die Unternehmen brauchen, zu beschränken. Wir haben schon mit unserem rekordhohen Mindestlohn den Menschen, die keine Ausbildung haben, aber gerne arbeiten möchten, den Zugang zum Arbeitsmarkt versperrt und zwingen sie, durch unsere Sozialwerke betreut zu werden, was viele als erniedrigend empfinden.

Wenn wir jetzt auch noch versuchen, die Obergrenze von Löhnen festzusetzen, werden wir denen, die aussergewöhnlich begabt und bereit sind, Aussergewöhnliches zu leisten, die Zukunft in unserem Lande nehmen. Wir zerstören den berechtigten Glaubendaran, dass jeder Aussergewöhnliches erreichen kann. Die Erfahrung der letzten 70 Jahre hat gezeigt, dass das kommunistische Bestreben die freie Entfaltung des Menschen zu verhindern, total fehlgeschlagen ist. Willy Brandt sagte: Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz, wer es mit 40 noch ist, keinen Verstand. Die Juso sollten beim Ostereiersuchen mal darüber nachdenken.

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