Im «Club», der jeden Dienstag im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt wird, scheint beinahe alles anders zu werden. Die Chefin, Christine Maier, muss ersetzt werden, weil sie zu «10 vor 10» wechselt. Und ihr Moderationskollege Röbi Koller hat den Dienst ebenfalls quittiert. Eine Rundum-Erneuerung steht also an, die Raum für Spekulationen lässt. Als aussichtsreiche Kandidatinnen für die Maier/Koller-Nachfolge wurden bisher gehandelt: Kathrin Winzenried, Sonja Hasler und Katja Stauber. Der «Blick» brachte weitere Namen ins Gespräch: Patrick Rohr, Susanne Wille, Franz Fischlin, Mona Vetsch.

Dazu Fernseh-Sprecher Martin Reichlin: «SRF äussert sich selbstverständlich nicht zum aktuellen Stand des Auswahlverfahrens zur Besetzung der offenen Stellen.» Mit einer Entscheidung sei im Herbst zu rechnen. So nichtssagend die offizielle Verlautbarung, so spannend ist, was inoffiziell herumgeboten wird. Etwa dass Anita Richner (44) zu den Favoritinnen für einen «Club»-Job gehöre.

Das ist interessant gleich in mehrfacher Hinsicht. Zunächst: Richner ist eine hervorragende Radio-Journalistin. Jahrelang erprobt auf DRS 3, DRS 2 und DRS 1. Da sie sich auf dem Kultursender auch mit Literatur beschäftigte, liegt die Überlegung nahe, dass Richner die stark polarisierende Iris Radisch im «Literatur-Club» ersetzen könnte. Noch einmal SRF-Reichlin: «Frau Radisch wird den ‹Literatur-Club› weiterhin moderieren.»

Auch als Gastgeberin im gewöhnlichen «Club» würde sich die ehemalige «Echo der Zeit»-Redaktorin eignen. Richner reagiert auf die entsprechende Anfrage ausweichend: «Wir sind gehalten, uns nicht zu Medienanfragen zu äussern.» Eine eindeutige Absage würde anders tönen.

Anita Richner hat Publizistik, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte studiert. Seit 1994 ist die fünffache Mutter in unterschiedlichen Pensen bei Radio DRS beschäftigt. Ihr Ehemann, Markus Somm, ist Chefredaktor der «Basler Zeitung».

Ganz kurzfristig benötigt auch die SF-Unterhaltungsserie «Die grössten Schweizer Talente» eine neue Co-Moderatorin. Andrea Jansen braucht nach ihren eigenen Worten «eine Auszeit von der Glitzerwelt». Gegenüber «Glanz & Gloria» sagte die Bernerin, sie sei sehr gespannt, wer ihren Platz neben Sven Epiney einnehmen werde.

Sven Sarbach, beim Schweizer Fernsehen Bereichsleiter Show und Events, sagt, dass es «noch keine Kronfavoriten» gebe für das Jansen-Erbe. Wäre doch eine Chance für ein frisches Gesicht! Sarbach: «Selbstverständlich prüfen wir, ob Nachwuchskräfte für diesen anspruchsvollen Job bereits fit genug sind, und testen sie entsprechend.» Wichtig seien Live-Kompetenz und eine Affinität zum Showbusiness.

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