VON CHRISTIAN JUNGEN

Der Schweizer Film machte zuletzt oft negative Schlagzeilen, weil Grossproduktionen wie Michael Steiners Alpensaga «Sennentuntschi» und Riccardo Signorells Eishockeykomödie «Champions» in Produktionsnöten stecken. Zwei Filme reichen hierzulande, um einen Krisendiskurs heraufzu-beschwören.

Andererseits braucht es auch nur ein, zwei Publikumsrenner und schon ist von einem Boom die Rede wie zuletzt vor drei Jahren, als «Vitus», «Grounding» und «Die Herbstzeitlosen» dem heimischen Kino zu einem Marktanteil von 9,6 Prozent verhalfen. Schielt man auf die Startliste, stehen die Zeichen wieder auf «Boom».

Bis Ende Jahr gelangen mindestens 15 neue Werke ins Kino, darunter vielversprechende Spielfilme wie «Giulias Verschwinden» und «Der grosse Kater» mit Bruno Ganz oder der Genfer Actionthriller «Verso» mit Carlos Léal und Rapper Stress.

Den Auftakt zum helvetischen Reigen macht «Pepperminta», das Spielfilmdebüt der Videokünstlerin Pipilotti Rist. Sie fabuliert von einem farbenliebenden Mädchen, das Mitmenschen hilft, aus ihren Ängsten auszubrechen.

Nach ersten Vorabscreenings wird das knallbunte Abenteuermärchen hoch gelobt, Nicolas Bideau etwa sagte dem «Sonntag», er habe schon lange keinen Film mehr gesehen, der ihn mit so viel positiver Energie berührt habe. Auch Marco Müller, Festivaldirektor von Venedig, hat «Pepperminta» gefallen, er hat das Werk an den Lido eingeladen.

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