Zum Ende der neuen «Arena» soll jeweils eine gewisse Lockerheit her – egal, wie ernst die Diskussion vorher war. So auch am Freitagabend: Da beendete Moderator Jonas Projer die Sendung zum Umgang mit Flüchtlingen mit der Frage: «Wie würden Sie heute Ihre drei Kollegen bei Ihnen unterbringen?» SVP-Nationalrat Lukas Reimann bot etwas verlegen der Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli (Grüne) sein Bett für eine Nacht an. «Aber alleine, oder?», entgegnete Hochuli schmunzelnd. Das Publikum lacht. Reimann wird rot. Projer hat sein Ziel erreicht.

Die «letzte Frage» ist nicht die einzige Neuerung unter Moderator Projer. Mit dem Relaunch vor drei Wochen hat sich das Bild der Sendung gewandelt. Stehpulte im Beton-Look signalisieren harte Debatten, an der Seite geben Experten Inputs, und mit dem «Prüfstand» weht ein Hauch von Sandro Brotz – knallharter «Rundschau»-Moderator – durch die «Arena». Den Zuschauern gefällt das neue Konzept. Die Quote stieg seither leicht an.
193 000 Personen (Marktanteil 21,1%) verfolgten die erste Sendung, 198 000 (23,1%) die zweite. Im vergangenen Jahr lag der Marktanteil im Durchschnitt unter 20 Prozent. Der Start sei gelungen, sagt Projer. Er will die neuen Elemente weiter ausschöpfen. Doch der Erfolg hängt auch von den Gästen ab. Für mit die beste Quote sorgte 2014 «Arena»-Neuling und Ex-Miss-Schweiz Christa Rigozzi. Sie diskutierte im Herbst über die zweite Gotthard-Röhre – und lockte 234 000 Zuschauer (27,9 Prozent) vor den Bildschirm.

Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper