Die letzte Minute der Verlängerung ist bereits angebrochen. Mit jeder Sekunde schwindet ein Stück Hoffnung. Doch dann kommt sie doch, die Chance zum Ausgleich. Flanke Shaqiri, Kopfball Dzemaili. Einer Nation stockt der Atem. Der Ball segelt an den Pfosten. Verzweiflung. Abpfiff. Tränen. Ausgerechnet eine Niederlage war das TV-Ereignis des Jahres.

Das Ausscheiden der Schweizer Nati im WM-Achtelfinal gegen Argentinien war die mit Abstand am meisten gesehene Sendung 2014. Über 1,5 Millionen Zuschauer fieberten im letzten WM-Spiel unserer Fussballhelden mit.
Nur ein einziges Mal wurde diese Quote in den vergangenen acht Jahren übertroffen. Wieder an einer WM, wieder schied die Nati aus: Es war die Niederlage im Viertelfinal 2006 gegen die Ukraine.

Eine Fussball-Weltmeisterschaft ist immer ein Quoten-Knüller für das Schweizer Fernsehen. So auch 2014. Fünf Mal wurde die Millionenmarke geknackt: an den vier Schweizer Spielen und im Final Deutschland gegen Argentinien am 13. Juli in Rio.
Ansonsten gelang es keiner Sendung, über eine Million Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Die «Tagesschau» kratzte allerdings einmal an der magischen Grenze. Es war vor fast genau einem Jahr, am Sonntag, dem 5. Januar. 942 000 Zuschauer waren dabei, als die ersten Bilder von Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski über die Bildschirme flimmerten. Der Russe war nur wenige Stunden zuvor mit dem Zug aus Berlin in Basel eingetroffen.

Chodorkowski, früherer Oligarch, sass 10 Jahre in Haft. Er gilt weltweit als einer der schärfsten Kritiker Putins. Mittlerweile lebt Chodorkowski mit seiner Familie in einer Villa in Rapperswil.
Zu den erfolgreichsten Serien im vergangenen Jahr zählte «Der Bestatter» mit Mike Müller. 837 000 Fans verfolgten den Start der zweiten Staffel. Kein Wunder, geht übermorgen Dienstag (20.05 Uhr, SRF 1) die dritte Staffel der Krimiserie auf Sendung.

Komplettiert wird die Hitliste 2014 von Susanne Wille. Sie führte vor einem Jahr durch die «Swiss Awards». 772 800 Menschen sahen die Preisverleihung. Auch hier kommt es zu einer Neuauflage. Am kommenden Samstag (20.10 Uhr, SRF 1) moderieren allerdings Christa Rigozzi und Sven Epiney die Show.
Wie hoch der Marktanteil des Schweizer Fernsehens insgesamt war, gibt das SRF am 13. Januar bekannt. Bei den Halbjahreszahlen erreichten SRF 1, SRF 2 und SRF Info einen Marktanteil von 33,5 Prozent.

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