Der nimmermüde Bernard Thurnheer (62) kann aufatmen: Auch 2012 sind fünf «Benissimo»-Ausgaben programmiert. Das heisst, dass die 100. Sendung, die im März fällig ist und die zu einer grossen Jubiläums-Show ausgebaut wird, nicht Ende und Abschluss der 20 Jahre alten TV-Institution bedeutet.

Bei «Hopp de Bäse» wird nächstes Jahr beinahe alles anders. Am 25. August löst HSG-Student und Hackbrettler Nicolas Senn Moderator Kurt Zurfluh ab, der sich pensionieren lässt. Um den Neubeginn zu unterstreichen, erhält das volkstümliche Vorabend-Format einen neuen Namen. «Dieser», so SRF-Sprecher Marco Meroni zum «Sonntag», «ist noch nicht bekannt.» Es werde auch inhaltliche Änderungen geben, sagt Meroni und beruhigt zugleich: «Im Mittelpunkt der Sendung steht weiterhin die Volksmusik.»

Im Gegensatz zu Zurfluh werde Senn aber nicht nur moderieren, sondern auch musizieren. Sendetermin und Sendedauer bleiben vorerst gleich. Meroni: «Wir wollen erst Erfahrungen sammeln. Allenfalls kann daraus auch einmal eine einzelne, grosse Samstagabendsendung entstehen.»

Keinerlei Retouchen drängen sich offenbar bei «Alpenrose – die Schweizer Volksmusik-Show» auf, die am 28. April über den Sender geht. Das Konzept – SF will Nachwuchshoffnungen in den Sparten Ländler, klassischer Schlager, Chor und Jodel, volkstümlicher Schlager, Instrumental, Liedermacher, Evergreen fördern – hat 2011 bei der Erstausstrahlung Anklang gefunden. Einzig bei den Gotten und Göttis, die die einzelnen Teilnehmer coachen, gibt es eine Rochade: Zu Melanie Oesch, Carlo Brunner, Polo Hofer, Nicolas Senn, die schon 2011 dabei waren, stossen neu Maja Brunner und Pepe Lienhard. Sie ersetzen Francine Jordi und Toni Vescoli.

Ein Sorgenkind ist die Eigenentwicklung «Check-In». Die erste Ausgabe litt an Konstruktionsfehlern, was intern zu intensiven Debatten über Inhalt und Zukunft der Sendung führte. Klar ist, dass eine zweite Ausgabe frühestens im zweiten Halbjahr 2012 kommen wird – wenn überhaupt. Der Entscheid fällt voraussichtlich im Frühling. Moderator Sven Epiney steht nicht zur Diskussion, wohl aber das Tempo der Sendung und die Qualität der Einspieler und Quizfragen.

Am andern Ende der Empfindungsskala liegt «Die Millionen-Falle». Die ersten Ausgaben der Winterstaffel erzielten einen Marktanteil von 28 Prozent. Das entspricht einem Durchschnitt von rund 500 000 Zuschauern pro Sendung. «Wir sind damit sehr zufrieden», sagt Marco Meroni. Für 2012 sei die Montags-Sendung in alternierenden Staffeln zu «1 gegen 100» fest eingeplant. «Wir gehen davon aus, dass die Sendung ein ähnliches Potenzial hat, wie ‹1 gegen 100›.» Das heisst, es werden 30 Prozent angepeilt.

SRF-Sprecher Meroni sagt, dass wegen der flexiblen Planung «immer nur ein halbes Jahr fixiert» werde, «sodass möglichst viel Spielraum für die Programmierung bleibt». Vielleicht sollte Bernard Thurnheer doch noch nicht aufatmen.

Kandidaten für die Nachwuchsshow «Alpenrose» können sich ab 3. Januar auf www.alpenrose.sf.tv melden.

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