Wiedmer moderiert auf SF info im Turnus mit Sonja Hasler die «Wahlarena». Im Zentrum stehen die Themen Zuwanderung, Gesundheitspolitik, Energiepolitik und der starke Franken.

«Ich freue mich auf ein eigentliches Polit-Happening. Wir sind Teil einer grossen Sache, bei der die Bevölkerung auf die Politik trifft», sagt Wiedmer. Er will die Zuschauer vor den Bildschirm und auf den Bundesplatz locken. Das Wahlfieber steige auch bei ihm: «All die Plakate, Inserate und Podien zeigen, dass wir langsam auf den Höhepunkt zusteuern.» Der Berner Wiedmer – er hat vom Sport- auf Politjournalismus umgesattelt – steckt die anfängliche Kritik, er sei «zu nett» und «zu harmlos», gut weg: «Ich habe das ernst genommen, aber es sind nur Etiketten. Es ist klar, dass ich immer noch besser werden will.»

Eine Umfrage zeigt, dass die meisten Journalisten sozialdemokratisch oder grün-liberal wählen. Wiedmer lacht: «Ich sage nichts zu meinen Parteipräferenzen.» Eine Politkarriere schliesst er aus: «Ich will die Fragen stellen und nicht die Antworten liefern müssen.»

Filippo Leutenegger hat einen anderen Weg gewählt, ist aber mit der «Politarena» auf Sat.1 Schweiz wieder an die Ursprünge zurückgekehrt. Die Quote für den FDP-Nationalrat ist jedoch bescheiden: Mit zuletzt 3,2 Prozent Marktanteil lag die «Arena»-Kopie unter dem Durchschnitt zu dieser Sendezeit. Schadenfreude verspürt Wiedmer nicht: «Konkurrenz ist zwar gut, aber ich schaue vor allem auf mich selbst. Ich habe auch die Moderationen meiner Vorgänger analysiert, entwickle jedoch meinen eigenen Stil.»

Der Ex-Handballer versteht sich nicht als Politdompteur, «sondern als eine Art Ringrichter – wie beim Schwingen». Der nächste Hosenlupf für Wiedmer beginnt ab morgen.

www.bundesplatz.srf.ch

Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!