VON PIRMIN KRAMER

Die Sonnenstube der Schweiz liegt diesen Winter in Crans-Montana VS. Dort hat die Sonne seit November während 353 Stunden geschienen – so lange wie in keinem anderen Schweizer Ort. Diesen Wert haben sowohl Meteo Schweiz als auch Meteomedia AG gemessen. «Bei uns scheint die Sonne jedes Jahr aussergewöhnlich oft», sagt Xavier Bianco von Crans-Montana Tourismus, «das haben wir wissenschaftlich überprüfen lassen.» Darum nennt sich der Wintersportort inzwischen «Sonnenterrasse der Alpen».

Auffällig: In der ganzen Westschweiz ist das Wetter diesen Winter besonders schön, verglichen mit dem langjährigen Durchschnitt. Genf, Neuenburg, Payerne – rund einen Drittel häufiger als üblich hat sich die Sonne dort gezeigt. Grund dafür sei die Tatsache, dass diese Gegend kaum von Bewölkung und feuchten Schneemassen betroffen gewesen sei, sagt Stephan Bader von Meteo Schweiz.

Gestreikt hat die Sonne hingegen im Mittelland und in der Nordschweiz. In Basel – die Website mybasel.ch nennt die Stadt «Sunshine City» –, herrschte diesen Winter nur während 115 Stunden richtig schönes Wetter. Störungen aus dem Norden hätten Basel besonders getroffen, sagt Bader dazu.

Noch düsterer war das Wetter in Schaffhausen und vor allem in Beznau AG, wo die Sonne im Dezember nur gerade sieben Stunden lang zu sehen war. Für Alexander Giordano von Meteomedia AG nicht überraschend: «Stationen des Mittellands sind besonders nebelanfällig. Dort können Nebel und Hochnebel auch tagelang an Ort und Stelle bleiben.»

Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!