VON MARTIN AMREIN

Wer nicht im Auto sitzt, hat bei einem Unfall schlechte Karten: Während Sicherheitsgurten oder verstärkte Türen die Fahrzeuginsassen schützen, sind Passanten einem Aufprall schutzlos ausgeliefert. Jedes Jahr kommen in der Schweiz rund 80 Fussgänger im Strassenverkehr um – in ganz Europa beträgt die Zahl der Opfer jährlich über 8900.

Ungefähr die Hälfte der tödlichen Verletzungen stammt vom Aufprall mit der Motorhaube oder der Windschutzscheibe und ihrem Rahmen. Diese Zahlen könnten sich nun bald ändern: Eine Reihe von eingebauten Schutzsystemen soll die Todesfalle Auto für Fussgänger entschärfen.

Vor dem Hintergrund der besorgnis- erregenden Unfallzahlen lancierte die EU 2004 das Forschungsprogramm Advanced Protection Systems (Aprosys) mit dem Ziel, die Zahl der Unfalltoten innert sechs Jahren zu halbieren. Aus dem Programm, das vor kurzem seinen Abschluss fand, sind einige erfolgversprechende Innovationen hervorgegangen.

Im Teilprojekt Fussgängerschutz haben verschiedene Forschungsgruppen aus ganz Europa Verfahren entwickelt, um die schwächsten Glieder des Strassenverkehrs vor Unheil zu bewahren.

Dass dafür die Welt nicht neu erfunden werden musste, zeigte ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem englischen Cranfield Impact Centre, der deutschen Firma Takata Petri und dem italienischen Autohersteller Fiat: Die Forscher beförderten ein bereits etabliertes Schutzsystem vom Fahrzeuginnern nach aussen – und entwickelten den Airbag für Fussgänger.

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