Lifestyle

Natürliche Inhaltsstoffe sind Trumpf – So klappt es sicher mit dem Hollywood-Lächeln

Zahnpflege ist kein lästiges Muss mehr, sondern längst Lifestyle. Altbewährtes mit natürlichen Inhaltsstoffen ist gefragt wie selten.

Sie gelten als das Schönheitsideal: strahlend weisse, gepflegte Zähne. Ein makelloses Lächeln signalisiert Jugend, Erfolg und gute Gesundheit. Bereits die Hollywoodstars der 1950er-Jahre – James Dean oder Marilyn ­Monroe etwa – glänzten mit einem perfekten Gebiss.

In den vergangenen Jahren allerdings übertrieb es manch Star und Sternchen mit dem Strahlen. Besonders die Sektion Reality-TV trat mit überweissen Zähnen einen ungesunden Trend los. Denken wir an all die Kardashians, an Katie Price oder hierzulande an Ex-Bachelorette Adela Smajic.

Ungesund, weil sogenannte Bleachings mit Wasserstoffperoxid den Zähnen gefährlich werden können. Insbesondere, wenn man sich für günstige «Do it yourself»-Behandlungen zu Hause entscheidet. Dann passiert es schnell, dass man sich den Zahnschmelz buchstäblich wegbürstet und bald das dunklere Dentin durchleuchtet.

Der Preis, den man dafür zahlt, ist hoch: Die Zähne werden dunkler statt heller. Dabei ist es heute ein Leichtes, mit pflanzlichen und milden Inhaltsstoffen ein natür­liches Zahnweiss zu erreichen.

Ölziehen macht Bakterien und Giftstoffen den Garaus

Was seit Jahren in der Beautyindustrie trendet, hat nun auch auf das Geschäft mit der Zahnkosmetik abgefärbt. Die Bewegung «Clean Beauty», die Parabenen, Silikonen und Mineralölen sowie synthetischen Duft- und Farbstoffen entsagt, boomt. Genauso wie ­Naturprodukte und altbewährte Methoden aus der ayurvedischen Medizin.

In aller Munde derzeit: Kokosöl. Das Ölziehen soll Bakterien und Giftstoffe binden. Dafür morgens fünf Minuten den Mund mit dem Öl spülen. Ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber hinterlässt ein blitzsauberes Gefühl. Unterdessen gibt es eine gute Auswahl an Spülungen auf dem Wellnessmarkt, meist in praktischen Portionenbeuteln von jungen, hippen Labels.

Ein altbewährtes Mittel, um Verunreinigungen loszuwerden, ist auch Zahnsalz. Täglich angewendet, reduziert es das Karies-Risiko und macht die Zähne weisser, ohne den Zahnschmelz anzugreifen.

Zugegeben: Sowohl Ölziehen als auch die Anwendung von Zahnsalz verlängern die tägliche Pflegeroutine deutlich. Doch wer jetzt auf den Zug aufspringt, fährt mit dem Zeitgeist. Die Devise «Ich will alles, und das sofort» – schneeweisse Zähne von heute auf morgen – ist von gestern.

Heute nimmt man sich Zeit für die Gesundheit der Zähne. Dazu würde auch das täg­liche Benutzen von Zahnseide gehören. Damit beugt man Zahnstein vor, der für dunkle Schatten sorgen kann.

Aber ja nicht Zahnseide aus Nylon kaufen! Die Produkte von heute sind plastikfrei, kompostierbar und oftmals vegan. So werden sie etwa aus Mais her­gestellt. Für ein gutes Rutschen in den Zahn­innenräumen setzen die Hersteller zunehmend auf Bienenwachs.

Orangenblüte, Rose und Papaya im Mund

Auch die Liste der Zahnpasten, die ohne synthetische Inhalts- und Duftstoffe auskommen, wird länger und ­länger. Von Beautyfans gefeiert wird das südfranzösische Label Lebon, das nicht mit der ewigselben Minze langweilt, sondern mit Geschmacksrichtungen wie Rose, Papaya oder Orangenblüte begeistert.

Gebürstet wird, dem Naturtrend entsprechend, mit einer Zahnbürste aus Bambus. Eine Grasart, die sehr schnell wächst – das macht sie zu einer umweltfreundlichen Alternative zu Kunststoffmaterialien.

Wer zu faul ist, von Hand zu putzen, setzt auf eine rotierend-vibrierende Schall- oder elektrische Zahnbürste. Die neusten Modelle mit interaktiven Displays liegen immer besser in der Hand und reinigen die Zähne sanft und vor allem präzis, mit zig Modi, die von «Sensitive» über «Whitening» bis hin zu Zungenreinigung reichen. Doch das ist erst die halbe Miete: Es liegt an uns, die Zähne gründlich und mehrmals täglich zu putzen. Damit es sicher klappt mit dem Hollywood-­Lächeln.

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