Am Mittwoch kamen zwei Lemuren-Babys im Kinderzoo Rapperswil zur Welt. Einen Namen haben die beiden Schnügel noch nicht und auch das Gewicht der beiden ist nicht bekannt. «Wir lassen der Natur freien Lauf», sagt Zoodirektor Benjamin Sinniger. Bekannt ist aber, dass die beiden Jungen die Tiere Nummer 400 und 401 in den Gehegen des Zoos sind.

Im Winter ist Knies Kinderzoo für Besucher geschlossen. Seit dem 9. März bringen Elefanten, Zebras, Giraffen und viele andere Tiere wieder Tausende Kinderaugen zum Strahlen. Für die Elefanten entsteht in den nächsten Jahren ein neues Gehege in der Grösse eines ganzen Fussballfeldes. Dort dürfen Kinder auch weiterhin auf Elefanten reiten. «Rapperswil ist der einzige Ort in Europa, wo man das kann», sagt Sinniger. Hautnah Tiere erleben dürfen in Rapperswil vor allem Geburtstagskinder. Wer nämlich im Kinderzoo feiert, hat nicht nur freien Eintritt, sondern darf auch die Seelöwen streicheln.

Doch was ist mit den Kindern, die im Winter Geburtstag haben? «Da sind wir streng», sagt Zoodirektor Sinniger. Er muss selber regelmässig Kindern erklären, dass er keine Ausnahme machen kann. «Die Seehunde würden nicht mehr vom Turm springen, wenn wir alle Kinder zu ihnen liessen», erklärt er ihnen. Denn: Die Seehunde werden für ihre Kunststücke mit den Kindern mit Futter belohnt. «Wenn alle Kinder zu den Seehunden dürfen, dann fressen sie zu viel und werden so dick, dass sie gar keine Tricks mehr machen können.» Die meisten Kinder verstünden das, sagt der Zoodirektor. Die beliebtesten Tiere sind weder die lustigen Seelöwen noch die grossen Elefanten. Und obwohl bald Ostern ist, sind es auch nicht die Hasen.

Die Stars der Kinder sind die Erdmännchen und die Totenkopfäffchen. Das sieht man an den Tierpatenschaften. Wer nämlich ein Tier besonders toll findet und viel Geld gespart oder spendable Verwandte hat, der kann Götti oder Gotte des Tieres werden. «Jede dritte Patenschaft wird für ein Erdmännchen oder ein Totenkopfäffchen abgeschlossen», schätzt Zoodirektor Sinniger.

Das liegt auch an «Sir Nilson», dem Äffchen von Pipi Langstrumpf und an den berühmten Erdmännchen Chip und Chap aus dem gleichnamigen Zeichentrickfilm. Dank dem Film «Madagascar» sind auch die Lemuren beliebt. Erst recht, wo es nun zwei Babys in ihrer Familie gibt.

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