Laaaangweilig! «10 Kilometer Stau vor dem Gotthard», sagt die Stimme aus dem Radio. Sommerferien: Alle wollen ans Meer. Der Weg führt durch einen einzigen Tunnel. Weil alle gleichzeitig durchwollen, staut sich der Verkehr. 19 921 Stunden lang standen Autos, Lastwagen und Reisebusse auf den Schweizer Autobahnen letztes Jahr still.

Auf der Strecke von Norden nach Süden sind es gegen 5000. Politiker streiten sich über den Schaden, den der Stau anrichtet, weil Waren verspätet ankommen und Angestellte zu lange im Auto hocken. Die einen wollen darum den Verkehr auf die Schiene verlagern, die anderen Strassen und Tunnels breiter machen. Beides nützt uns jetzt nichts. Wir sitzen immer noch im Auto. Mit der ganzen Familie und dem Hund. Die Sonne brennt aufs Autodach. Und es passiert nichts. Langweilig. Weil die Batterien des iPhone auch schon leer sind, hilft nur noch eins: Spielen. Hier die fünf coolsten Spiele gegen Langeweile im Auto, aber auch im Zug und auf dem Schiff.

> Stadt, Land, Fluss: Das Quiz beginnt damit, dass ein Spieler stumm in Gedanken das Alphabet aufsagt. Ein andrer sagt «Stopp!» Jetzt müssen alle zum gewählten Buchstaben je einen Namen einer Stadt, eines Landes und eines Flusses notieren. Beim Zählen gibt es mehr Punkte, wenn kein Mitspieler den gleichen Namen aufgeschrieben hat. Beim Buchstaben «L» sind London, Luxemburg und Limmat weniger erfolgsversprechend als Lübeck, Lesotho und Landquart. Weitere selbst erfundene Kategorien wie Essen, Politiker oder Promis machen das Spiel noch spannender.

> Staulänge schätzen: Jeder schaut nach vorne und hinten und gibt dann einen Tipp über die Staulänge ab. Die Stimme aus dem Radio gibt regelmässig die Lösung bekannt.

> Berufe raten: Ein Spieler denkt sich einen Beruf aus. Die andern müssen erraten, um welchen es sich handelt. Dafür dürfen sie nur Fragen stellen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Wer den Beruf zuerst herausfindet, der gewinnt.

> Autonummern-Quiz: In der Schweiz gibt es 26 verschiedene Buchstabenkombinationen auf den Autonummernschildern. Weisst du auch die dazugehörigen Kantone? Wenn das zu einfach ist, kann man auch noch die dazugehörigen Hauptstädte abfragen. Noch schwieriger wirds mit ausländischen Nummernschildern.

> Ich sehe was, was du nicht siehst: Der Klassiker eignet sich vor allem, wenn der Stau lange anhält. Jemand merkt sich etwas in der Umgebung und sagt nur die Farbe. Die anderen müssen herausfinden, was es ist. Bei Fahrt gelten nur Gegenstände im Auto, aber dann ist das Warten sowieso erträglicher.

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