Von Sina Fassi (15 Jahre) und Sarah Walser (15 Jahre)

Der vorletzte Samstag stand für uns ganz im Zeichen der Mode. Wir durften im Zürcher Schiffbau in den Maag-Hallen mit all den andern Journalisten und den vielen geladenen Gästen zuvorderst mit dabei sein, als die Highlights gezeigt wurden, die das Schweizer Design zu bieten hat.

Wir drei Mädchen haben in der Schule als Wahlfach die Lern- und Arbeitstechnik gewählt, in dem wir auch für unser eigenes Schülermagazin schreiben. Und vor zwei Jahren wählten wir für die Teilnahme an der Cazner und an der Churer Fasnacht das Motto «Cats Style – faire Mode made in Cazis». Unter diesem Label produzierten wir unsere eigene Kollektion, die wir dann auf dem Laufsteg des Fasnachtswagens präsentieren konnten.

Dieses Jahr machen wir in Biologie einen Vortrag über Baumwolle. Dazu haben wir auch das Thema Mode gewählt. Kürzlich präsentierte uns unser Lehrer einen Zeitungsausschnitt mit dem Titel «Mercedes-Benz Fashion Days Zurich». Wir fragten beim Veranstalter sofort an, um eine Akquirierung als Swiss-Jugend-Journalistinnen für diese Show. Prompt erhielten wir die Bestätigung. So machten wir uns auf den Weg.

Im vernebelten Zürich fuhren wir bis zur Maag-Halle bei der Hardbrücke und parkierten dort. Da wir erst um 13 Uhr im Schiffbau die verschiedenen Kleider anschauen konnten, gingen wir zuerst noch in einer nahen Lounge etwas trinken und ein Gipfeli essen. Bis zum Mittagessen bummelten wir durch die Stadt.

Nach dem Besuch des Gesprächs mit Christa De Carouge gesellte sich unsere Fotografin zu den Fotografen am Ende des Catwalks, wo um 15 Uhr die erste Vorführung stattfand. Wir zwei Jung-Journalistinnen nahmen unsere Plätze am Laufsteg ein. Alle Sitze waren besetzt, die Maag-Halle zum Bersten voll. Es wurde Mode für den nächsten Frühling vorgeführt von Perret Schaad, Van Bery, Toujours Toi, Family Affairs und Studio Laend Phuengkit, dem Gewinner des Swiss Design Awards 2011.

Gleich als das erste Model den Catwalk betrat, waren wir ein bisschen geschockt, weil es wirklich sehr, sehr dünn war. Die Mode-Show gefiel uns sehr. Die meisten Kleider waren wunderschön. Aber es wurden auch solche vorgeführt, die wir selber nicht in der Öffentlichkeit tragen würden.

Gegen Abend trafen dann auch viele prominente Gäste ein. Der Moderator führte gekonnt und mit einigen Spässen durch das Programm. Bei dieser zweiten Show um 21 Uhr präsentierten fünf weitere Schweizer Designer ihre femininen Kollektionen für den Frühling/Sommer 2014. Mit dabei waren die Designer der Labels Asandri, Aziza Zina, Berenkik, Javier Reyes und Good & Vitalini aus St. Moritz. Einige der Kleider waren sehr gewagt und verrückt, aber eben doch besonders.

Die Designer aus St. Moritz kamen am Schluss. Wir staunten sehr, weil ihre Kleider einfach nur wunderschön sind. Ganz am Schluss der Show, als das letzte Model den Catwalk verliess, dachten wir, es sei fertig. Doch dann kam das allerschönste Kleid des Abends, ein Ballkleid mit Reifrock und wunderschönen Spitzen. Wir sagten einfach nur noch: «Wow!» Sarah bluffte: «Tja, wir Bündner können es halt!» Über diesen Ausspruch mussten wir alle ein bisschen schmunzeln. Kurz darauf machten wir uns auf den Heimweg, fröhlich und müde nach diesem anstrengenden Mode-Abenteuer.

Miljanas schönste Bilder über die Modeschau findet ihr ab Montag in der Galerie auf www.schulecazis.ch

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