Der Mensch ist ganz schön kompliziert gebaut. Knochen, Sehnen, Organe, Blutgefässe, Hirnzellen – alle Einzelteile müssen zusammenspielen, bis wir gehen, essen, denken und sprechen können. Da soll noch einer drauskommen, wie es im Innern von uns wirklich aussieht…

Das naturgeschichtliche Museum Inatura in Dornbirn, wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt, hat sich neu dem Thema Mensch angenommen. Pünktlich zum 10. Geburtstag des Museums eröffnet am 14. Juni eine Erlebnisausstellung, die in die Tiefen des Menschen führt.

Wie funktionieren wir? Welche Systeme braucht der Körper, um zu existieren? Wie können diese Systeme am besten versorgt werden? Auf spielerische Weise lässt das Inatura-Museum die Besucher durch das Innere des Menschen wandern und man erfährt dabei mit allen Sinnen, wie diese funktionieren. Den Menschen begehbar und greifbar zu machen, ist das Ziel der Ausstellung.

Eine zweite Sonderausstellung im Inatura – «Krummer Schnabel, spitze Kralle» – ist seit Mitte März geöffnet. Auf spannende Weise erfährt man hier, wie Greifvögel und Eulen fliegen und jagen. Diese Ausstellung wurde von den Naturmuseen Olten und St. Gallen sowie der Vogelwarte Sempach mitorganisiert.
Aber auch die bestehenden Ausstellungen in dieser ehemaligen Giesserei sind absolut sehenswert und lehrreich. So begrüssen einem zu Beginn ein Elch, ein Bär und ein Büffel – ausgestopft, versteht sich, in einer weiteren Halle gleich ein ganzes Wolfsrudel. Und einem lebendigen Bienen- und Ameisenvolk lässt sich aus nächster Nähe zusehen.

Weitere Attraktionen in der Erlebniswelt des Museums sind ein Lawinensimulator, ein Unterwasserkino, eine Erdbebenstation und Rieseninsekten. Und eine weitere Station nennt sich Science Zone, hier werden verblüffende Phänomene aus der Welt der Physik in spielerischer Weise aufgezeigt.

Mehrere Stunden in diesem mehrstöckigen Museum sind ganz schön anstrengend, fast schon wie ein Schultag, doch die vielen Versuchsstationen und die Möglichkeit, selber Hand anzulegen, machen den Besuch des Inatura-Museums spannend. Und wer nicht mehr weiter forschen mag: Draussen vor dem Museum hats einen grossen, lauschigen Park und einen Dornröschen-Garten zum Verweilen und Picknicken.

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