Von Jeanne Maurhofer (13 Jahre)

Meine Leidenschaft ist das Synchronschwimmen. Dieser Sport beinhaltet alles, was ich bevorzuge: Ballett, Musik, Beweglichkeit, Wettkämpfe und Shows.

Das Synchronschwimmen oder auch Kunstschwimmen besteht aus zwei Disziplinen: einem Pflichtteil und der Kür. Im Pflichtteil müssen wir vorgegebene Figuren vorschwimmen. An der Regionalmeisterschaft zum Beispiel zeigt man den Richtern vor der Kür ein paar Pflichtfiguren. Diese werden langsam und ohne Musik geschwommen.

An einem Wettkampf sieht man als Zuschauer meist nur die eine Seite, die Kür, die aus einer Choreografie, also einer genau einstudierten, ballettartigen Gestaltung zu frei gewählter Musik besteht. Sie stellt die Hauptsache dar. Bewertet werden die Technik und der künstlerische Eindruck. Daraus ergibt sich ein Endwert, der aus dem Pflichtteil und der Kür errechnet wird. Die Leistungen werden von Richtern mit Noten von eins bis zehn bewertet.

Als ich klein war, kannte ich diese Sportart noch gar nicht. Ich wollte Ballett lernen. Meine Eltern schlugen mir jedoch das Synchronschwimmen vor. Mit neun Jahren besuchte ich ein Schnuppertraining in Solothurn. Es gefiel mir sehr, auch weil ich begeistert war von den schönen Badekleidern. Mittlerweile bin ich das fünfte Jahr dabei. Es macht mir grossen Spass.

Seitdem ich in der Kategorie C-Team mitmache, absolviere ich regelmässig ein Krafttraining. In der ersten Woche der nächsten Herbstferien werden wir ein Trainingslager in Mürren im Berner Oberland besuchen. Danach fängt das Training erst richtig an. Wir trainieren bis zu zehn Stunden in der Woche.

Wenn wir eine Choreografie für die Kür schreiben, zählen wir im Takt bis acht. Das hilft, dass die Gruppe oder das Duett beim Schwimmen synchron bleiben. Doch man muss nicht nur in der Gruppe gleichzeitig eine Bewegung ausführen können.

Auch dieses Jahr wird es eine Show geben. Ich freue mich jetzt schon darauf, im Team die Kür für den Wettkampf und eine Showchoreografie einzustudieren. Letztes Jahr hielten wir Kerzen und bildeten ein Bild, das zu unserem Showthema «Superhelden» passte.

In der Kür zeigen wir Figuren sowie Hebe- und Spickfiguren. Emotionen sind auch sehr wichtig. Man muss nämlich in diesem Sport immer lächeln. Ausnahmen sind nur bei der Showkür erlaubt. Darin passt man den Ausdruck dem jeweiligen Thema an.

Das Synchronschwimmen stärkt das Selbstbewusstsein und den Teamgeist. Synchronschwimmen für Frauen ist gar eine olympische Disziplin. Mehr Informationen über die Synchronschwimmerinnen vom Schwimmclub Solothurn erfährst du im Internet unter www.scso.ch.

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