Von Giulia Burger (15 Jahre) und Daniela Da Silva (16 Jahre)

Vor wenigen Wochen hat die Eishockey-Saison begonnen. Damit alle Fans genug Autogramme zu Hause haben, fand kürzlich im Sportmarkt Athleticum in Chur eine Autogrammstunde statt. Diese Begegnung mit den Spielern des Hockey Clubs Davos (HCD) dauerte nur eine Stunde. Deshalb war es nicht erlaubt, eigene Interviews zu machen. Wir bekamen jedoch die Möglichkeit, gleichzeitig mit Radio Grischa die Antworten aufzunehmen.

Mauro Jörg, du warst vier Jahre in Lugano, vermisst du die Seen und die warmen Temperaturen?
Mauro Jörg (MJ): In Davos gibt es auch einen See. Natürlich waren es schöne Orte, wo ich bis jetzt gespielt habe. Davos ist wunderschön. Ich geniesse die schöne Landschaft.

Es gibt sogenannte Hockey-Kenner, die behaupten, dass der HCD deine letzte Chance sei. Wie schätzt du dies ein?
MJ: Das können andere beurteilen. Für mich ist es eine nächste Chance. Ob es die Letzte wird sein, weiss ich nicht.

Marc Wieser: Du hast dich beim EHC Biel zu einem Leader entwickelt. Konntest du davon profitieren?
Marc Wieser (MW): Auf jeden Fall. Ich durfte sehr viel Verantwortung übernehmen.

Du hattest einen Trainer beim EHC Biel, den man schon ein bisschen mit Arno Del Curto vergleichen kann, Kevin Schläpfer. Wie würdest du diese beiden Trainer beschreiben?
MW: Sie sind beide sehr intensiv.

Jetzt, da man erfahren hat, dass du zum HCD zurückkommst, ist bei den Fans der Wunsch aufgekommen, dass es die Wieser-Flügelzange wieder geben sollte. Hat euch Arno die Zusage schon gegeben, gibt es die wieder?
MW: Wir haben viel zusammengespielt, aber ich weiss nicht, wie lange wir noch zusammenspielen, aber momentan läufts gut.

Arno Del Curto, wir sind jetzt in der 19. Saison. Erzähl ein bisschen von deiner ersten Saison beim HCD.
Arno del Curto (AdC): Es war eine gute erste Saison, nachdem Davos zwei Jahre zuvor aus der 1. Liga wieder aufgestiegen war.

Jetzt gehst du in die 19. Saison als HCD-Trainer. Was hat dich dazu motiviert, so lange bei einer Mannschaft zu bleiben?
AdC: Ich weiss nicht, ob dies mit Motivation zu tun hat. Nachträglich würde ich sagen, wäre es besser gewesen, wenn ich vor einem Jahr gegangen wäre.

Warum?
AdC: Ja, wenn du eine Mannschaft so lange trainierst und Spieler hast, die lange mit dir zusammenarbeiten, dann kommt der Tag X, an dem schliesslich das Kabarett anfängt. Das habe ich nicht gerne, weil da Spieler waren, die dem HC Davos viel brachten. Vielleicht kriege ich nie mehr eine solche Achse zusammen, wie ich sie damals gehabt habe mit Rizzi, Von Arx und Marha. Diese Spieler opferten sich für den Klub, spielten für das Team, konnten aber auch für sich selber spielen. Ich verlangte viel. Sie zogen alles mit, was ich von ihnen verlangte. Ohne dass man es merkt, kommt dann der Tag X, an dem alle älter werden.

Wenn ein Trainer mit einer Mannschaft oft verliert, steigt automatisch der Druck. Steigt der Druck auch, wenn man erfolgreich ist?
AdC: Von Druck spricht man nie. Wir probieren, das Beste zu machen.

Was erwartest du in der neuen Saison?
AdC: Es ist schwierig zu sagen. Wir haben viele neue und junge Spieler dabei. Es sieht so aus, als könnte man eine neue Generation aufbauen. Wir gehen die Sache mit sehr viel Spass an.

Wie lange bist du noch Trainer beim HCD? Das interessiert die Fans.
AdC: Ich schaue sicher noch, was hier alles passiert . . .

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