Von Tim Niederdorfer und Mauro Ulz (beide 15 Jahre)

Schade, wenn man nicht dabei war: Der Tuning Day Ende August war ein voller Erfolg. Es gab jede Menge aufgemotzter Fahrzeuge zu bestaunen, was uns als total abgefahrene Fans natürlich sehr gefiel.

Über zwanzig Ford Mustang etwa zehn Jaguar, Hunderte von VW und viele Mercedes sowie andere Autos aller Baujahre waren zu bestaunen. Der Tuning Day auf dem Gelände des Driving Center Graubünden in Cazis war in jeder Beziehung gigantisch. Es war ein grosser Event zu Ehren der beliebtesten Automarken aller Zeiten. Highlight der Show war für uns der Ford Mustang Boss 302. Ausser diesen getunten Autos gab es noch eine spezielle Überraschung: Helikopterrundflüge.

Der erste Tuning Day dieser Art hatte vor zwölf Jahren in Chur stattgefunden. Über 3000 Zuschauer jeden Alters besichtigten dieses Jahr die rund 500 Ausstellungs-Modelle. Die Teilnehmer stammten aus der ganzen Schweiz, nicht wenige sogar aus Italien, Deutschland, Frankreich und Österreich. Es gibt sehr viele spezielle Autos, aber dennoch kommen jedes Jahr wieder solche dazu, die man noch nie gesehen hat.

Mit dem Chef der Jury des Tuning Days, Ricardo Pinto, durften wir ein kurzes Gespräch führen. Er erzählte uns, dass er sein Hobby zum Beruf gemacht und Automonteur gelernt habe. Wir wollten von ihm wissen, was Tuning überhaupt bedeute.

Er erklärte uns, dass beim Fahrzeugtuning, was vom englischen «to tune» für «das Abstimmen» käme, individuelle Veränderungen an Personenwagen, Motorrädern oder Lastwagen vorgenommen würden. «Das Tuning dient in der Regel dazu, die Leistung der Fahrzeuge zu verbessern oder das äussere oder klangliche Design zu ändern», sagte Ricardo Pinto.

Zum Beispiel würden Feinabstimmungen am Motor, an der Aerodynamik einer Karosserie oder am Fahrwerk vorgenommen. Dazu gehörten auch das Anbohren der Zylinder zur Hubraumvergrösserung, der Einbau von Kompressoren und Turboladern, eine Lachgaseinspritzung oder gar der Einbau von Motoren mit grösserem Hubraum.

Der Jury-Chef des Tuning Day selber fährt einen Citroën Saxo VTS. «Dennoch ist mein Lieblingsauto ein Mitsubishi EVO 6», schwärmt er. Pinto hat an seinem eigenen Auto schon sehr viel getunt. Bitte unbedingt vormerken: Den nächsten Tuning Day gibt es schon in weniger als einem Jahr wieder.

Noch eine kleine Episode mit schwerwiegenden Folgen: Das Verfassen dieses Berichtes «bescherte» dem rasenden Reporter Mauro nämlich ein gebrochenes Bein. Wie es dazu kam? Nach dem Tippen des Manuskripts hatte sich Mauro mit seinem Longboard unbeschwert auf den Weg nach Hause gemacht. Da tauchte scheinbar unerwartet ein Schlagloch vor ihm auf. Ein heftiger Sturz und ein dreifach gebrochenes Fussgelenk waren die unausweichlich bösen Folgen.

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