Von Andreas Jehli (16 Jahre), Mandy Ott und Marina Fischbacher (beide 14 Jahre)

Schreiben macht einfach Spass, finden wir. Schade, dass heute fast nur noch Selfies, Groufies und Footsies durchs Internet schwirren. Dessen ungeachtet nutzen wir jede Gelegenheit, Texte zu verfassen. Als Beispiele stellen wir hier Auszüge aus drei Berichten über die letzten Sommerferien vor. Zuerst jenen von Andreas. Er schreibt: «In den siebenwöchigen Schulferien arbeitete ich viel. Meistens war ich am Heuen. Ich mähte das Gras mit dem Motormäher und mit dem Terra Trak. Das gedörrte Heu lud ich mit dem Ladewagen auf und transportierte es in den Stall. Eine Woche verbrachte ich nachher mit meiner Familie im Maiensäss. Dieses befindet sich am Heinzenberg. Es liegt auf etwa 1900 Metern über Meer.

Mit meinem Kollegen Kevin war ich am Angeln. Ich habe bis jetzt 76 Fische gefangen. Darunter befinden sich auch solche mit einer Länge von vierzig bis fünfzig Zentimetern. Und ich besuchte mit einer Clique die Viamala Schlagernacht. Das war sehr vergnüglich und wir hatten es sehr lustig, sodass ich erst sehr spät nach Hause kam . . .»

Besuch auf der Alp «. . . Meine Familie und ich fuhren in den Sommerferien einmal ins Hochtal Avers», berichtet Marina. «Am Ziel unserer Reise angekommen, freute ich mich so sehr, dass ich aus dem Auto sprang und wie vom Blitz getroffen quer übers Feld rannte», schreibt sie weiter, «den Berg hinauf und wieder hinunter. Ich mochte nämlich kaum warten, bis ich unser Vieh auf der Weide der Alp Bregalga wiedersehen konnte: Morena, Shakira, Rehli und natürlich meine geliebte Gusti sowie weitere unserer Tiere. Mit der Zeit hatten wir alle getroffen. Beim Senn holten wir 28 Laibe vom jungen Käse und 18 Ballen feine Butter ab. Voll beladen mit den Alpspezialitäten kehrten wir in langsamer Fahrt zufrieden nach Hause zurück. Mittlerweile ist Rind Gusti wieder zu Hause und Mutter geworden. Sie hat nun eine Tochter namens Giannina . . .

Vom Camping Marina di Venezia im heissen Italien, wo sie mit ihrer Familie Ferien verbrachte, berichtet Mandy begeistert: «. . . Schnell war unser Wohnwagen aufgebaut. Zur Belohnung gab es echt leckere italienische Gelati. Abends legten wir uns nicht früh schlafen, sondern besuchten die Kinder-Disco zum Tanzen oder gingen zum Nachtschwimmen im Pool. Mein Freund, der mit seiner Familie im Wohnwagen nicht weit weg von uns campierte, holte mich oft zum Schwimmen ab. So konnten wir eine ganze Woche gemeinsam verbringen . . .

Verfasse auch du einen interessanten Bericht. Dein Text soll über einen Ablauf, ein Geschehen, einen Vorfall oder Ähnliches informieren. Suche eine treffende Überschrift, die auf das Ereignis, über das du berichtest, hinweist. Beantworte in der Einleitung zum Text die W-Fragen: Wer, was, wann, wo, warum? Im Hauptteil beantwortest du mit der W-Frage «Wie?» in zeitlich geordneter Reihenfolge den Verlauf des Geschehens. Zum Schluss gibst du das Ergebnis deines Berichts an. Denk daran: Die Sprache deines Textes soll exakt, sachlich, nüchtern und nicht wertend sein. Eventuell ergänzest du ihn mit einem aussagekräftigen Foto.

Der Bericht, per Computer getippt, sollte nicht länger als ein- bis eineinhalb Seiten A4 oder von Hand geschrieben höchstens zwei Seiten lang sein. Sende ihn per A-Post an Swiss Jugend Journalisten, Pardieni 9, 7416 Almens oder per E-Mail: rschaub@bluemail.ch. Einsendeschluss ist am 8. September 2014. Wir werden die zwei eindrücklichsten Texte in einer der nächsten Nummern veröffentlichen.

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