Das junge Monster Mike Wazowski will von Beruf Erschrecker werden. Erschrecker arbeiten in einer Fabrik, von wo aus sie sich in Kinderzimmer zaubern und die schlafenden Kinder erschrecken. Das ist überlebenswichtig für die Monsterwelt, in der Mike lebt. Denn sie gewinnt ihre Energie aus den Schreien der Menschen. Wer den Film «Monsters Inc.» kennt, weiss das schon.

Der zweite Teil ist aber keine Fortsetzung, sondern erzählt Kindheit und Jugend der Monster. Um seinen Berufswunsch zu erfüllen, geht Mike auf die Monster-Uni, welche den Titel gibt für den zweiten Monster-Trickfilm. Auch Mitstudent James P. Sullivan, ein gross gebautes türkises Monster mit Hörnern, will Erschrecker werden. Beide bemühen sich, dass sie in die Studentenverbindung «Roar Omega Roar» aufgenommen werden. Monster James gelingt das, denn sein Vater ist ein legendärer Erschrecker. Mike dagegen wird nur ausgelacht. Tatsächlich sieht er als wandelndes grünes Auge wenig gefährlich aus.

Doch Mike klemmt sich hinter die Bücher und lernt Theorie. James dagegen hält es nicht für nötig, sich anzustrengen. Sein Repertoire beschränkt sich auf eine einzige Grimasse. Vor der Zwischenprüfung sind beide nervös. Im Streit geschieht ein Missgeschick. Beide werden schliesslich vom Fach Erschrecken ausgeschlossen. Ihre Karriere scheint bereits beendet, da ergibt sich eine zweite Chance. Mike und James ergreifen sie. Ihr Motto lautet: «Wenn man nur wirklich will, erreicht man sein Ziel.»

Doch wie ist es im richtigen Leben? Fredy Christen, seit über zwanzig Jahren Berufs- und Laufbahnberater, ist skeptisch. «Manchmal muss man sich ein zweites Mal umschauen, wenn es nicht klappt mit dem Traumberuf.» So entdecken viele, die Pilot, Model oder Schauspielerin werden wollen, dass es noch viel mehr interessante Berufe gibt. Doch man sollte auch nicht gleich aufgeben.

Der Weg zum Lieblingsberuf führe oft über Umwege, erklärt Christen: «Wer es nicht ins Gymi schafft, kann nach der Lehre eine Erwachsenenmatura machen. Und manche Maskenbildnerin hat mal als Coiffeuse angefangen.» Zumindest so realistisch ist der Film. Denn der Weg der knuddeligen Monster Mike und James zum Traumberuf ist noch lange.

Tipps zur Berufswahl: berufsberatung.ch
Monster Uni: ab 20. Juni im Kino (auch 3-D)


Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!