Vielen von uns ist der Braunbär M13 ans Herz gewachsen. Doch leider mussten ihn die Wildhüter am vergangenen Dienstag erschiessen, weil er den Menschen zu nahe kam. M13s Artgenossen sind eigentlich sehr scheu und vermeiden normalerweise den Kontakt mit Menschen.

Ihr Lebensraum erstreckt sich heute über Alaska, Kanada und die USA sowie Teile von Europa, Russland und Asien. Zwar zählt der Braunbär zu den Raubtieren, doch in erster Linie ernährt er sich von Kräutern, Wurzeln, Knollen, Nüssen, Pilzen, Honig und besonders gerne von Beeren.

Wird der Bär zum Jäger, dann stehen Insekten, Vögel und Nagetiere auf seinem Speiseplan. Je nach Lebensraum frisst er auch grosse Wildtiere. In Nordamerika sind das beispielsweise Elche, Bisons oder Rentiere. Braunbären greifen derart grosse Tiere jedoch nur an, wenn diese alt, krank oder verletzt sind. In Küstenregionen sind Braunbären wahre Meisterfischer. Mit ihren starken Pranken schnappen sie die Fische blitzschnell in der Luft oder fischen sie aus den Flüssen. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Braunbär auch Weidetiere reisst. M13 beispielsweise konnte seine Pfoten nicht von den Bündner Schafen lassen. Sogar ein Esel fiel ihm zum Opfer.

Braunbären haben einen sehr guten Geruchssinn, dafür hören sie aber eher schlecht. Ihre Krallen sind bis zu acht Zentimeter lang. Vom Kopf bis zum Stummelschwanz werden die Tiere zwischen 100 bis 280 Zentimeter lang und die Schulterhöhe beträgt 90 bis 150 Zentimeter.

Die Farbe ihres Fells ist dunkelbraun und kann je nach Lebensraum verschiedene Farbschattierungen annehmen. Tiere, die beispielsweise in den Rocky Mountains, dem berühmten Gebirge in Kanada und den USA, leben, entwickeln ein gräuliches Fell. Deshalb heissen sie auch Grizzlybären. Grizzly ist nämlich das englische Wort für gräulich. Braunbären sind extrem wanderfreudig. Auf ihrer Suche nach Nahrung legen sie manchmal mehrere hundert Kilometer zurück. Und obwohl sie sehr träge wirken, können sie bis zu 50 Kilometer pro Stunde schnell rennen. Gleich schnell darf ein Auto innerorts fahren.

Wirklich träge werden die Bären nur im Winter. Dann halten sie ihren Winterschlaf. Im Gegensatz zu anderen Tieren sinkt ihre Körpertemperatur aber nur um vier bis fünf Grad und beträgt dann rund 32 Grad. Zum Vergleich: Die Körpertemperatur von Murmeltieren sinkt von 39 Grad auf gerade mal 7 Grad ab. Je nach Umweltbedingungen schlafen die Bären zwischen Oktober und Dezember ein. Manche von ihnen schlafen bis zum nächsten Mai, andere wachen bereits im März wieder auf. Wildhüter vermuten, dass M13 ein Überangebot an Nahrungsabfällen aus Menschenhand hatte und deshalb keinen Winterschlaf machte.

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