Der Strassenkünstler Banksy sorgt momentan mit einer Ausstellung der etwas anderen Art für grosses Aufsehen. In den Strassen von New York tauchen tagtäglich neue Werke des Künstlers auf, der seinen richtigen Namen niemandem sagt. Er arbeitet meist mit Plakaten, Spraydose oder Pinsel. Seine Kunst ist weltberühmt, doch sie verstösst gegen das Gesetz, denn Banksy fragt nicht um Erlaubnis, bevor er eine Wand bemalt. Er ist ein Phantom, agiert im Dunkeln. Niemand weiss, wie er aussieht.

Seine Werke finden in der breiten Öffentlichkeit Anklang, zu seinen berühmtesten Sammlern gehören Weltstars wie die Schauspieler Angelina Jolie und Brad Pitt. Sie bezahlen für seine auf Leinwand gemalten Motive Millionen Franken.

Banksy nimmt es mit Humor. Vor wenigen Tagen liess er im Rahmen seiner New Yorker «Ausstellung» Bilder im Central Park für 60 Dollar das Stück verkaufen. Auf diese Weise erzielte er keine hohen Beträge, gerade mal sieben Exemplare wurde er los, eine Kundin konnte sogar einen Rabatt von 50 Prozent aushandeln. Die ahnungslosen Käufer werden sich freuen, denn sie haben wohl das Geschäft ihres Lebens abgeschlossen. Die Werke dürften Hunderttausende Franken wert sein.

Für die meisten seiner Arbeiten benutzt Banksy sogenannte «Stencils», auf Deutsch Schablonen. Diese sind einfach nachzumachen. Im Internet finden sich Anleitungen, selber eine «Stencil» zu erstellen. Natürlich sind die Motive erfahrener Künstler à la Banksy sehr komplex und schwierig nachzumachen. Einfache Formen wie Sterne oder Herzen können jedoch auch zu Hause gebastelt werden.

Das geht so: Schneidet das gewünschte Motiv aus einem Karton oder einem ähnlich dicken Material aus. Nachher habt ihr eine Schablone, die ihr auf eine Leinwand oder ein Papier halten könnt. Nur noch ausmalen oder mit einer Sprühdose besprayen und fertig. Streng verboten bleibt natürlich das Malen auf fremde Hauswände. Die Strassen-Ausstellung in New York dauert übrigens noch den gesamten Oktober an. Jeden Tag taucht ein neues Bild auf. Verfolgen kann man die Kunstwerke im Internet auf der Homepage banksyny.com. Auf die Frage, warum er ausgerechnet New York ausgewählt habe, antwortete Banksy übrigens: «Dort ist die Pizza so gut.»

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