Von Mathusan Chithiravel und Elvin Philip (beide 15 Jahre)

Während der Gripen bei der Volksabstimmung kläglich abstürzte, wird der Himmel nun frei für den Marenco-Helikopter. Es ist der erste Helikopter, der in der Schweiz hergestellt wird. 2,6 Tonnen ist er schwer, sieht futuristisch aus und erreicht eine rekordverdächtige Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h. Von einem Team von erfahrenen Fachleuten ist er nach dem neusten Stand der Technologie im ComputerDesign völlig neu entwickelt und aus Hightech-Materialien und neuartigen Verbundwerkstoffen zusammengestellt worden. Dieser Hubschrauber der neusten Generation erfüllt die allerhöchsten Anforderungen in Bezug auf Sicherheit, Komfort und Leistung. Er zeichnet sich durch die niedrigsten Betriebskosten seiner Klasse aus. Der Marenco Skye SH09 ist so ausgestattet, dass er auch in den widrigsten Umgebungen eingesetzt werden kann.

Am vorletzten Mittwochnachmittag durften wir im Hangar des Flughafens Mollis GL einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens Marenco Swiss Helicopter AG werfen, uns über den Stand der Arbeiten orientieren und uns mit Chefingenieur Peter Studer unterhalten sowie einige Fotos schiessen vom Helikopter hinter der Absperrung.

Herr Studer, wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen, einen solchen Helikopter zu produzieren?
Peter Studer: Die Idee stammt von Martin Stucki von der Marenco. Er ist Ingenieur, flog mit Helikoptern und beschloss, sich im 2007 einen Helikopter zu bauen. Man begann, erste Pläne zu zeichnen. Auf dem Helikopter erkennt ihr hinten drauf den Schriftzug SKYe SH09. Das weist darauf hin, dass wir den Helikopter im 2009 gezeichnet haben.

Wie unterscheidet sich Ihr Skye SH09 von einem normalen Hubschrauber?
Unser Helikopter ist topmodern. Er ist leicht. Er kann bis zu acht Personen transportieren, was sonst die einmotorigen Helikopter nicht machen können – zumindest kenne ich keine solchen. Unser Marenco kann weit fliegen und grosse Lasten transportieren.

Ist der Prototyp schon fertig?
Nein, wir sind noch dabei, ihn fertig zu entwickeln. Gerade diese Woche absolvieren wir einige Tests. Wir testen das Treibwerk und richten den Kompass aus. Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Am 20 Juni soll er definitiv fliegen!

Wie teuer ist der Prototyp?
Dies genau zu sagen, ist schwierig, weil ich erst seit zwei Jahren hier arbeite. Ansonsten müsst ihr Martin Stucki fragen. Er hat die Zahlen sicher.

Wie lange arbeiten Sie schon am Prototyp?
Seit 2009 sind wir an den CAD-Zeichnungen (computer-aided design, zu Deutsch: rechnerunterstütztes Zeichnen). Am 1. Mai 2013 begannen wir mit den ersten Montage-Arbeiten am Helikopter.

Wo liegen die Schwierigkeiten bei der Konstruktion?
Es ist ein komplett neuer Helikopter, deshalb gab es eigentlich überall gewisse Schwierigkeiten.

Wo liegen die Stärken des Marenco? Er scheint ja ziemlich leistungs- und konkurrenzfähig zu sein.
Seine Kabine ist grösser als jene der Konkurrenz. Man kann hinten ein ganzes Palett Ware einladen. Der Motor hat 1000 PS. Er erreicht eine Höhe von 4500 bis 4800 Metern und kann 1,5 Tonnen hochheben.

Wie viele Skye SH09 sind schon vorbestellt worden?
Es wurden schon rund 60 Helikopter bestellt.

Wollen Sie noch etwas ergänzen?
Die Entwicklung und Konstruktion eines neuen Helikopters ist eine sehr interessante Arbeit, bei der man mit Begeisterung dabei sein muss. Wenn es nötig ist, muss man auch mal in der Nacht oder am Wochenende arbeiten.

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