Von Ramon Bardellini und Fabian Kienast (beide 14 Jahre)

Davon hatten wir als begeisterte Fussballer schon lange geträumt: Einmal zusammen mit anderen Medienleuten nahe am Ort des sportlichen Geschehens zu sein. Nach einer längeren Anreise beim Letzigrund-Stadion in Zürich angekommen, stellten wir als Erstes fest, dass dies gar kein normales Stadion ist, sondern ein in den Boden gebautes.

Bevor wir überhaupt zum Spiel der Grasshoppers gegen den FC Aarau vom 27. September zugelassen worden waren, hatten wir die Akkreditierung beantragen müssen. Um ins Medienzentrum zu gelangen, mussten wir diese Beglaubigung mit unserem Namen beim speziellen Eingang vorweisen. Dann erhielten wir von Medienchef Adrian Sutter die Tickets. Zusammen mit anderen Journalisten und Fotografen durften wir uns auf der Tribüne platzieren.

Zuerst begrüsste uns der Stadionsprecher, der den beiden Teams ein faires Spiel wünschte. Unser erster Gedanke zu diesem Spiel war: Das wird ein schwieriges und anstrengendes Spiel für GC. Dieser Gedanke verflog in der 26. Minute, als Yoric Ravet sein erstes Meisterschaftstor der Saison erzielte. Die Druckphase des Grasshopper Clubs blieb daraufhin aber weiterhin hoch. Aarau machte zu Beginn der zweiten Hälfte mehr Druck. Doch GC-Spieler Amir Abrashi traf als nächster, aus spitzem Winkel in der 65. Minute. In der 71. Minute erwartete uns ein echtes Spektakel! Der Ex-FC Thusis/Cazis-Spieler, Gianluca Hossmann, den wir von unserem Verein her kennen – wir beide spielen als C-Junioren beim FC Thusis/Cazis – wurde für den Torschützen Raves eingewechselt.

Trotz des dominierenden GC traf der Aarauer Igor Nganga und verkürzte zum 2:1. In der 91. Minute wurde es nochmals spannend. Munas Dabbur dribbelte drei Aarauer aus und stand alleine im Strafraum, doch FCA-Goalie Mall reagierte glänzend. In der 93. Minute wurde der letzte Eckball getreten. Sogar Keeper Mall eilte nach vorne. Doch Radice schiesst am Tor vorbei!

Wir fanden das Spiel sehr interessant und unterhaltsam, weil es eine ausgeglichene Partie war. 4000 Zuschauer waren anwesend. Der FC Aarau hatte da nicht den besten Tag erwischt. Die Grasshoppers im Gegensatz schlugen sich sehr gut.

Nach dem Spiel hatten wir die Gelegenheit, Trainer Michael Skibbe und Verteidiger Michael Lang zu interviewen. Den GC-Trainer fragten wir, ob er mit der Leistung seines Teams zufrieden sei. «Ja, ich bin natürlich zufrieden», antwortete Skibbe, «erstens, weil wir gewonnen haben. Zweitens bin ich zufrieden damit, dass die Mannschaft versuchte, diesen Sieg zu erzwingen, obwohl wir uns das Leben manchmal selbst schwer gemacht haben, indem wir Aarau nach dem 2:0 im Spiel gelassen haben. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Souveränität gewünscht.»

Er stelle sich nicht vor, in einen andern Klub zu wechseln, erklärte uns Skibbe auf unsere Frage. Ganz im Gegenteil, er fühle sich in der Schweiz sehr wohl, in Zürich und ganz besonders beim GC. Er habe noch mindestens einen Dreiviertel-Jahresvertrag zu erfüllen. So lange wolle er sehr gerne bleiben. Es bestehe auch noch ein Anschlussvertrag für eine weitere Saison. Er möchte gut spielen und gerne bei den Grasshoppers bleiben.

Auch Michael Lang zeigte sich über die gezeigte Mannschaftsleistung zufrieden. «Wir haben gewonnen. Das war ein wichtiges und strenges Spiel», erklärte er. Ob er vorhabe, zu einem anderen Klub zu wechseln, fragten wir den Verteidiger. Früher oder später sei dies das Ziel jedes Fussballers, der in der Schweiz spiele. «Ein Schritt ins Ausland ist sicher auch mein Ziel», schwärmte Lang.

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