«Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.» Wenn es doch nur so einfach wäre. Der Begriff Prokrastination stammt von amerikanischen Psychologen und wird auch in der deutschen Sprache immer häufiger benutzt und gewinnt an Bedeutung. Er bezeichnet das chronische Verhalten, Arbeiten auf später oder auf den nächsten Tag zu verschieben. Laut Schätzungen von Psychologen sind etwa 20% der Bevölkerung davon betroffen.

Ein Risiko für die Gesundheit
Wer seine Aufgaben, wenn auch im letzten Moment, immer zur Zufriedenheit erledigt, für den ist das Aufschieben in der Regel kein Problem. Doch beginnen sich die Aufgaben immer mehr zu türmen, so führt dies zu Stress, welcher Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Studien zeigten auf, dass Prokrastinierer häufiger an Erkältungen, Grippe, Magenproblemen und Schlafstörungen leiden und zudem einen erhöhten Alkoholkonsum haben. Die meisten Betroffenen merken zwar, dass das ewige Hinauszögern am Ende nichts als Stress bringt, dennoch fehlt die Einsicht um es beim nächsten Mal anders zu machen.

Tipps gegen das Last-Minute-Syndrom
Um das Aufschieben zu reduzieren, gibt es einige Tipps. Erstellen Sie eine Liste mit allen anstehenden Aufgaben. Auf diese Weise müssen Sie nicht alle To-Do’s im Kopf haben und vergessen auch nichts. Die schnell zu erledigenden und mit wenig Aufwand verbundenen Aufgaben sollten am besten am Anfang angegangen werden. Diese können dann auf der Liste gleich abgehakt werden. Verschaffen Sie sich am Abend einen Überblick, wie weit Sie gekommen sind.

Es hat wohl keinen Sinn vor dem Erledigen einer Aufgabe darauf zu warten, bis man dazu Lust hat. Besser wird ein Startsignal gesetzt: Beispielsweise das Zubereiten eines Kaffees, ein kurzes Ordnen der Unterlagen – und los geht’s.

Die Zeit sollte bei allen Aufgaben jeweils realistisch berechnet werden. Auch ein Zeitplan, welcher vorsieht wann welche Aufgaben begonnen werden, kann sehr hilfreich sein. Disziplin ist dabei natürlich unentbehrlich.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
Um die Motivation zu erhalten, kann schon vor dem Angehen der Aufgaben eine Belohnung für die getane Arbeit festgelegt werden. Aber wirklich erst für danach...

Ein Artikel von: www.fragdenapfel.com - die Suchmaschine für Ihre Gesundheit