Extrem dünne Frauen haben häufig schlechtere Chancen, schwanger zu werden als normalgewichtige Frauen. Wenn eine Frau einen Body-Mass-Index von unter 18 hat, dann hat sie in der Regel keinen Eisprung mehr und folglich bleibt auch die Menstruation aus. Der Körper scheint zu wissen, dass in solchen Notzeiten die zugeführten Nährstoffe und das Fett nicht auch noch für einen zweiten Organismus reichen würden. Doch auch stark übergewichtige Frauen können nicht immer ohne weiteres schwanger werden. Denn Fett schluckt Östrogen, was wiederum zu Fruchtbarkeitsstörungen führen kann.

Die Sanduhr-Figur ist optimal
Nicht nur das Gewicht, sondern auch die Proportionen können eine Rolle spielen für das Schwangerwerden. Am besten soll dazu die sogenannte Sanduhr-Figur sein. Das bedeutet, das Becken ist eher breit, die Taille schmal und der Busen gross. Diese Figur geht in der Regel mit einem höheren Anteil des Geschlechtshormons Östradiol im Körper einher. Laut einer Studie an der Universität Krakau wurden 119 Frauen im Alter von 24 bis 37 Jahren untersucht und es stellte sich heraus, dass die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft für Frauen mit einer Sanduhr-Figur dreimal so gross ist wie für alle anderen.

Das Fehlgeburtenrisiko erhöht sich
In einer anderen Studie aus Grossbritannien zum Thema Gewicht und Schwangerschaft wurden 6700 Frauen zwischen 18 und 55 Jahren befragt. Mehr als 600 dieser Frauen erlitten während der ersten drei Monate ihrer Schwangerschaft eine Fehlgeburt. Die restlichen rund 6100 Frauen hatten die kritischen ersten Schwangerschaftswochen gut überstanden. Es zeigte sich dabei, dass Frauen mit einem Body-Mass-Index von weniger als 18.5 ein um 72 Prozent höheres Risiko trugen, eine Fehlgeburt zu erleiden. Dies im Vergleich mit Frauen, welche einen durchschnittlichen Body-Mass-Index aufweisen. Es ist also demzufolge auch schon vor der Empfängnis wichtig, einen gesunden und bewussten Lebensstil und ein gesundes Körpergewicht anzustreben.