Oft werden in der Werbung insbesondere den Kindern scheinbar gesunde Produkte schmackhaft gemacht, welche in Wahrheit sehr viel Zucker enthalten. Zwar gibt es ein Gesetz, dass Werbung klar und wahr sein muss, doch viele Werbekampagnen bewegen sich sehr nahe an dieser Grenze. In Grossbritannien zum Beispiel ist Werbung im Kinderprogramm für zu süsse, zu salzige oder zu fette Lebensmittel untersagt.

Die Bezeichnung «zuckerfrei» kann täuschen
In den Supermarktregalen sind viele Lebensmittel mit der Bezeichnung «ohne Zucker» versehen. Bei genauerem Hinsehen auf die Deklaration tauchen jedoch Begriffe wie Glucose, Fructose, Maltose oder Saccharose auf. «Ohne Zucker» bedeutet nämlich lediglich, dass kein weisser Zucker enthalten ist. Dem Konsumenten ist daher oft gar nicht bewusst, wie viel Zucker er eigentlich konsumiert.

Welche Produkte sind betroffen?
Das Paradebeispiel liefern wohl Cornflakes – nicht selten als Cerealien betitelt, weil das so schön gesund klingt. Aber manche Cornflakes-Sorten enthalten pro Portion (30 Gramm) mehr als 10 Gramm Zucker. Das lässt den Blutzuckerspiegel zwar kurzfristig ansteigen und sorgt für einen Energiekick, doch dieser lässt genau so schnell auch wieder nach. Als weiteres Beispiel sind auch Fruchtjoghurts oft mit sehr viel Zucker ergänzt, weshalb die Wahl besser auf natürlichen Joghurt fallen sollte. Ähnlich bei den Müsliriegeln – diese sind nämlich eher eine Nascherei als ein gesunder Snack für zwischendurch. Denn es handelt sich dabei nicht um vollwertige Nahrung. Die Riegel enthalten aber oft einen hohen Anteil an Fett und Süssstoffen. Weiter stehen auch Fruchtsäfte in der Kritik. Oft werden diese fälschlicherweise als Ersatz für Früchte angepriesen, doch trotz des hohen Kohlenhydratgehalts in puren Fruchtsäften sättigen diese nicht genügend, weshalb oft zu viel Energie aufgenommen wird.

Was sind die Folgen?
Eben wurden nur einige der Lebensmittel aufgeführt, welche viel Zucker enthalten und dennoch von vielen Menschen als gesund angesehen werden. So kommt es, dass der Pro-Kopf-Verbrauch der Schweizer Bevölkerung von Zucker rund 45 Kilogramm beträgt. Die Folgen sind immer mehr übergewichtige Menschen, auch schon von Kindesalter an, Zahnprobleme und Diabetes. Mit etwas mehr Transparenz in der Lebensmittelbranche könnten wohl einige solche Folgekrankheiten reduziert werden. Verschaffen Sie sich selber den Durchblick, solange das Gesetz dies von den Herstellern noch nicht verlangt.

Ein Artikel von: www.fragdenapfel.com – die Suchmaschine für Ihre Gesundheit