Ritalin hilft Kindern mit dem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) effizient. Es ist kaum zu übersehen, dass auch in der Schweiz zunehmend mehr ADHS-Diagnosen gestellt werden, welche anschliessend mit Ritalin behandelt werden. In den USA sollen sogar 20% aller Schulkinder routinemässig jeden Morgen eine Ritalin-Tablette bekommen. So weit ist es in der Schweiz noch nicht, doch auch hier sitzen in jeder Klasse ungefähr 1-2 Kinder, welche mit ADHS diagnostiziert worden sind. Dies führt dazu, dass beispielsweise die Einnahme von Ritalin bei Buben unter 18 Jahren von 2005-2008 um rund 40% gestiegen ist. Kritiker werfen vor, dass Ritalin zu leichtfertig verabreicht würde und dass nicht nur hyperaktive Kinder, sondern auch nervöse oder temperamentvolle Kinder mit Ritalin ruhig gestellt würden.

Ritalin aktiviert die Filterfunktion im Gehirn
Da Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen nicht zwischen wichtiger und unwichtiger Information unterscheiden können, werden sie sozusagen von allen Umweltreizen überflutet. Durch die Einnahme von Ritalin wird das Zentralnervensystem aktiviert und die Filterfunktion im Gehirn stabilisiert sich. Bei Ritalin handelt es sich um ein Psychopharmakon für Kinder womit es unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Es ist eine Tatsache, dass Ritalin ein Suchpotential aufweist und ausserdem häufige Nebenwirkungen bei der Einnahme beobachtet werden, so zum Beispiel Schlaflosigkeit, verstärkte Reizbarkeit, Appetitlosigkeit oder Magenbeschwerden. Dennoch ist auch zu sagen, dass die Therapie mit Ritalin auf jahrzehntelanger Erfahrung beruht und im Endeffekt für Kinder, welche tatsächlich an ADHS leiden, eine grosse Erleichterung darstellen kann.

Ritalin als Teil einer Therapie
Experten sind sich grösstenteils einig, dass Ritalin für Kinder mit einer Aufmerksamkeitsstörung ein wirkungsvolles Medikament ist. Es ermöglicht den betroffenen Kindern sich wieder zu konzentrieren, ruhiger zu werden und bringt auch Vorteile in der Schule und im Umgang mit den Mitmenschen. Dennoch sieht auch das Bundesamt für Gesundheit dass der Verbrauch von Ritalin massiv zugenommen hat und betont die Wichtigkeit einer korrekten und anständigen Abklärung, bevor es verabreicht wird. Ausserdem ist Ritalin keine ursächliche Therapie und bekämpft somit nur die Symptome. Es ist daher von äusserster Wichtigkeit, dass mit der Einnahme von Ritalin auch weitere Therapiemassnahmen einhergehen, welche in vielen Fällen dank des Ritalins auch besser anschlagen.

Ein Ein Artikel von: www.fragdenapfel.com – die Suchmaschine für Ihre Gesundheit