Eine Brustvergrösserung ist der häufigste schönheitschirurgische Eingriff bei Frauen – mehr als jede fünfte Beauty-OP, so die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC). Es ist allerdings wichtig, dass eine Brust nicht um mehr als eine Körbchengrösse vergrössert wird, da die Haut nur begrenzt dehnbar ist. Ausserdem ist es ansonsten auch oft nicht möglich, ein natürliches Resultat zu erzielen.

Die Alternativen zu Silikon sind vielseitig
Da Silikon lange Zeit etwas umstritten war, hat sich die Schönheitsindustrie nach Alternativen umgesehen:

- Lipofilling: Die durch eine Fettabsaugung (Liposuktion) gewonnenen und aufbereiteten Fettzellen werden in die Brust gespritzt. Das körpereigene Gewebe soll keinerlei Abstossungsreaktionen zeigen und zu einem grossen Teil in die Brust einheilen. Somit wird ein dauerhafter Effekt erzielt.
- Hyaluronsäure: Mittels einer Kanüle wird Hyaluronsäure in die Brust injiziert.
-Lappenplastik: Gewebe aus Rücken, Bauch und Gesäss wird verpflanzt und an das Gefässsystem angeschlossen.
-Kochsalz: Der Eingriff erfolgt genauso wie bei herkömmlichen Silikonimplantaten – anstelle des Silikongels wird jedoch ein mit Kochsalzlösung gefülltes Implantat eingesetzt.
- Vakuum: Mittels einer Vakuumpumpe wird ein Unterdruck erzeugt, der die Durchblutung des Brustgewebes erhöht. Somit kann es zu einer kurzfristigen und minimalen Vergrösserung der Brust kommen.

Auf Bügel-BH’s sollte vorerst verzichtet werden
Es kann sein, dass nach einer Operation das Gefühl in den Brustwarzen nicht mehr dasselbe ist wie vorher. Hier spielt jedoch auch die Grösse der Implantate und die Technik des Arztes eine wichtige Rolle. Stillen ist jedoch kein Problem nach einer Operation. Das Drüsengewebe, welches für das Stillen wichtig ist, bleibt erhalten. Auch eine Mammografie stellt kein Problem dar. Allerdings sollte der Radiologe vorher informiert werden. Sport ist in der Regel kein Problem mit Implantaten. Es gilt jedoch, eine Wartefrist von drei bis sechs Monaten nach der Operation einzuhalten. Bei Body-Building ist zusätzliche Vorsicht geboten, da die Implantate verrutschen könnten. Alltägliche Arbeit kann bereits wenige Tage nach der OP wieder verrichtet werden – allzu grosse Kraftanstrengungen sollten jedoch vermieden werden. Viele Ärzte erachten eine zweiwöchige Ruhezeit als angemessen. Auch Bügel-BH’s sollten frühestens drei Monate nach der Operation wieder getragen werden, um dauerhafte Einbuchtungen im Bereich der Narben zu vermeiden. Zudem kann Sonneneinstrahlung in den ersten drei Monaten Hautflecken hinterlassen und zu einer Dunkelfärbung der Narben führen.

Wenn’s nicht die Grösse ist...
In den vergangenen Jahren nahm ausserdem die Zahl der Bruststraffungen an. Dabei wird die Brust neu geformt: Die Haut wird gestrafft, ohne dass das Gewebe vergrössert oder verkleinert wird. Zudem wird die Brustwarze verkleinert und versetzt.

Qualität hat ihren Preis
Die Kosten einer Brust-OP sind nicht ohne: Eine Brustvergrösserung inklusive Implantate kostet in der Schweiz ungefähr 10'000 Franken. Je nach Art der Implantierung können diese Kosten auch gut bis zu 15'000 Franken reichen. Allerdings empfiehlt es sich, bei einer solchen Operation nicht am falschen Ende zu sparen. Bei einer Bruststraffung belaufen sich die Kosten auf rund 6'000 bis 10'000 Schweizer Franken.