Im Fitnesswahn für den perfekten Körper

Der Fitnesskult verbreitet sich immer mehr.

Der Fitnesskult verbreitet sich immer mehr.

Der Fitnesskult findet immer mehr Anhänger. Längst sind nicht mehr nur Frauen, sondern zunehmend auch mehr Männer den Schönheitsidealen und Schlankheitsdiktaten unterworfen.

Alle wollen ihn haben: Den perfekten Körper! Das bedeutet vor allem fit, schlank und kräftig. Schönheitswahn und Körperkult gehören längst zu unserem Alltag. Um den Idealen zu entsprechen, gehen immer mehr Menschen ins Fitness-Center. Frauen wollen meist abnehmen und Männer möchten Muskeln aufbauen. Auch dem Sportriesen Adidas bleibt dies nicht verborgen: «Wir spüren, dass Fitness der grosse Trend ist, und zwar für alle Generationen», meint die Zentrale. Prinzipiell kein schlechter Trend, denn Bewegung und Muskeltraining beugen Krankheiten vor und machen glücklicher.

Fitness besitzt Suchtpotential
Bei aller Begeisterung für Fitness sollte ein gewisses Mass dennoch eingehalten werden. Denn wer zu viel Sport ausübt, der kann seiner Gesundheit schaden. Auch das soziale Leben kann unter dem Fitnesswahn leiden. Immer mehr Menschen sind nicht mehr «alltagstauglich für Familie, gesundes Essen, Ausgehen, Freunde und einen freien Lebensstil». Sie opfern ihrem Wahn zu viel und schränken sich in ihren Lebensgewohnheiten ein. Dies beschreibt auch Harrison G. Pope in seinem Bestseller «Der Adonis-Komplex».

Immer jüngere Kundschaft
Auffällig ist zudem, dass die Kundschaft in Fitness-Centern zunehmend jünger wird. Nur wie kommt es dazu, dass ausgerechnet Jugendliche ihre Zeit lieber schwitzend im Fitnessstudio verbringen als sich mit Freunden zu treffen oder etwas für Schule oder Ausbildung tun? Als Hauptgrund nennen Experten das heutige Schönheitsideal, nach welchem Männer sowie Frauen schlank, straff und braun gebrannt sein sollten. Kritisch beäugt wird nicht selten auch der Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln wie Proteinpräparaten und Ähnlichem. Zu diesen wird meist gegriffen, wenn der Erfolg des Trainings nicht ausreichend befriedigt. Schuld daran sind – wieder einmal – die Schönheitsideale, insbesondere aus Fitness- oder Bodybuilding-Magazinen. Diese stellen ein katastrophales Vorbild dar, denn die gezeigten Muskeln entstehen durch Anabolika und nicht durch natürliches Training.

Wie viel Fitness ist denn nun richtig?
In erster Linie soll sportliche Betätigung stärken und Spass machen. Das Mass ist dabei sehr individuell und abhängig vom Alter und der eigenen Kondition. Wer auf die Signale des Körpers achtet, ist auf dem richtigen Weg. Ausserdem ist es wichtig, eine gewisse Regelmässigkeit in das Training einzubringen.

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