Immer mehr Menschen leiden an Heuschnupfen, wobei die Ursachen für diese Überreaktion des Immunsystems vielseitig sind: Übertriebene Hygiene, Umweltverschmutzung oder auch Vererbung können eine Rolle spielen. Die genaue Ursache ist noch nicht eindeutig geklärt. Glücklicherweise gibt es aber heute zahlreiche Methoden, um die Symptome erfolgreich zu bekämpfen. Experten empfehlen für die Auswahl der richtigen Therapie einen Besuch beim Allergologen. Eine richtige Behandlung des Heuschnupfens ist nicht nur angenehm, sondern verhindert auch den sogenannten Etagensprung. Hierbei wandert die Entzündung von den Atemwegen in Richtung der Lunge und es entsteht Asthma. Doch welche Therapiemöglichkeiten gibt es überhaupt?

Antihistaminika
Wer unter einer Pollenallergie leidet, für den sind oft Antihistaminika in Tablettenform die erste Wahl. Diese blockieren das Histamin, welches bei einer allergischen Reaktion ausgeschüttet wird. Der Vorteil: Sie wirken schnell und sind in der Regel gut verträglich. Dass diese Medikamente müde machen, ist heute zum Glück in der Regel kaum mehr der Fall.

Kortison
Kortisonhaltige Nasensprays unterdrücken die Reizung der Nasenschleimhaut. Sie können auch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden und haben – da sie nur in der Nase angewendet werden – keine negativen Auswirkungen auf den Körper insgesamt. Häufig werden Antihistaminika und Kortison in Kombination angewendet, da sie sich ideal ergänzen.

Hyposensibilisierung – eine Ursachenbekämpfung
Vorherig erwähnte Methoden bekämpfen leider lediglich die Symptome. Wer eine langfristige Lösung möchte, für den ist eine Hyposensibilisierung das richtige. Eine Faustregel von Experten besagt, dass wer mehr als 20 Tage im Jahr durch seinen Heuschnupfen stark im Alltag eingeschränkt wird, dieser Lösung eine Chance geben sollte. Hierbei werden dem Allergiker steigende Dosen des allergieauslösenden Stoffes gespritzt. Dabei gewöhnt sich das Immunsystem nach und nach an das Allergen und es wird keine allergische Reaktion mehr vom Immunsystem initiiert. Eine Hyposensibilisierung dauert etwa 3-5 Jahre und ist relativ zeitaufwändig. Dennoch brauchen 50-70% der Patienten nach einer Behandlung nur noch wenige oder keine Medikamente mehr. Auch schwerwiegende Folgebeschwerden und allfällige Medikamentennebenwirkungen können auf diese Weise erfolgreich vermieden werden.