In 90% aller Krebsfälle handelt es sich um Formen des weissen Hautkrebs. Der bekanntere und vor allem auch aggressivere schwarze Hautkrebs – auch bekannt als Melanom – kommt viel seltener vor. Für alle Formen gilt jedoch, je früher der Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Kann man sich auch selber untersuchen?
Bis zu einem gewissen Grad ist das möglich und sogar auch zu empfehlen. Experten empfehlen drei- bis viermal jährlich eine Selbstuntersuchung der eigenen Muttermale. Auffällige oder sich verändernde Muttermale sollten schnellstens einem Dermatologen vorgeführt werden. Selbstuntersuchungen können nach der A-B-C-D-Regel durchgeführt werden.

A=Asymmetrie (Unregelmässig, nicht runde Form)
B=Begrenzung (Unregelmässige, unscharfe Ränder)
C=Color (Verschiedenfarbig, fleckig)
D=Dynamik (Veränderung von Grösse, Farbe oder Dicke)

Der Spezialist kann dann mit einem Auflichtmikroskop (Dermatoskop) oder mittels eines digitalisierten Video-Dokumentationssystems feinste Veränderungen erkennen. Im Dokumentationssystem werden die Muttermale des ganzen Körpers gespeichert. So kann bei einer späteren Kontrolle ein Vergleich zwischen früheren und aktuellen Hautbefunden gemacht werden. Falls nötig, wird eine Gewebeprobe durchgeführt.

Vorsorgetests für eine Woche kostenlos
Im Mai 2014 findet wie jedes Jahr in der Schweiz die Hautkrebs-Vorsorge-Woche statt. Während dieser Woche untersuchen Dermatologinnen und Dermatologen in der ganzen Schweiz kostenlos auffällige Pigmentmale. Dermatologische Gesellschaften empfehlen insbesondere Risikopersonen, aber auch generell Erwachsenen, einmal pro Jahr eine Hautkrebsvorsorge durchführen zu lassen. Für Personen, welche einem hohen Risiko ausgesetzt sind, empfiehlt es sich bereits ab dem Kindesalter regelmässig Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen.