1. Je mehr trainiert wird, desto besser!
Eine gewisse Regelmässigkeit beim Training ist bestimmt wichtig, doch täglich muss dieses nicht stattfinden – im Gegenteil. Dazwischen braucht der Körper Zeit zur Regeneration. Die Belastbarkeit des Körpers darf nicht überschritten werden. Hören Sie auf Ihr Körpergefühl: Spätestens wenn die Bewegung weh tut oder keine Power mehr vorhanden ist, ist es genug.

2. Wer nicht so schnell ins Schwitzen kommt, der ist fitter!
Der Körper schwitzt, um sich vor Überhitzung zu schützen. Dies ist genetisch bedingt und hängt von der Intensität des Sports ab. Übergewichtige Personen kommen natürlich schneller ins Schwitzen als Normalgewichtige. Dennoch zeigen Studien, dass ein trainierter Körper sich angewöhnt, schneller mit der Kühlung zu beginnen. Also ist Schwitzen kein Anzeichen für eine schlechte Kondition.

3. Während dem Sport sind Sportgetränke ideal!
Die meisten Freizeitsportler trainieren, um überschüssige Energie abzubauen. Die energiereichen Sportgetränke sind deshalb ungeeignet, um den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen. Viel besser eignet sich Wasser. Sportgetränke sind insbesondere für Ausdauer- und Leistungssportler konzipiert. Dasselbe gilt übrigens auch für Fitnessriegel.

4. Nordic Walking ist nur für ältere Menschen!
Nordic Walking ist ein sehr anspruchsvoller Sport, welcher ausserdem gelenkschonend und sehr effektiv ist. Mit der richtigen Technik können während einer Stunde zwischen 300-600 Kilokalorien verbrannt werden. Definitiv etwas für jede Altersgruppe!

5. Bei Rückenschmerzen hilft Rückentraining!
Fälschlicherweise glauben viele, dass eine Stärkung der Rückenmuskulatur gegen Rückenschmerzen hilft – das ist aber nur teilweise richtig. Wird zu stark auf den Rücken fokussiert und der Bauch vergessen, so entsteht ein Ungleichgewicht, welches auch zu Rückenschmerzen führt. Ideal ist demzufolge rückenschonendes Bauchmuskeltraining.

6. Problemzonen können gezielt angegangen werden!
Leider entscheidet unser Körper selbst, wo er Fett abbaut und das wiederum ist sehr individuell. Gezielte Kraftübungen können den Muskelaufbau an den betroffenen Problemzonen fördern, was diese definierter erscheinen lässt, aber der Abbau von Fettpolstern wird nur dann stattfinden, wenn der Körper mehr Energie verbrennt, als er zu sich nimmt.

7. Dehnen schützt vor Muskelkater!
Die winzigen Verletzungen im Muskel sind die Folgen einer zu starken Beanspruchung, da kann auch Dehnen – sei es vor oder nach dem Training – nichts ausrichten. Dehnen eignet sich in erster Linie vor allem zur Nachbereitung nach dem Sport, damit sich der Muskel schneller regenerieren kann.

8. Je schwerer die Hanteln, desto grösser die Muskeln!
Vor allem für Anfänger ist auch diese Aussage falsch. Zu viel Gewicht kann zu Verletzungen führen. Es soll lieber mit weniger Gewicht gearbeitet werden, dafür dürfen mehr Wiederholungen folgen. Ausserdem ist es wichtig, die Übung korrekt auszuführen. Das Gewicht kann fortlaufend erhöht werden.

9. Schwimmen hilft bei Rückenschmerzen!
Beim Schwimmen kommt es ganz auf die Technik an. Das Schwimmen mit dem Kopf über dem Wasser ist für die Halswirbelsäule sogar schädlich. Korrektes Brust- oder Rückenschwimmen sowie das Kraulschwimmen können den Rückenschmerzen jedoch vorbeugen.

10. Mehr Eiweiss führt zu mehr Muskeln!
Das ist so nicht ganz richtig: Muskeln entstehen hauptsächlich durch Training und anschliessende Regeneration. Das Eiweiss liefert aber die nötigen Bausteine für den Muskelaufbau, weshalb es durchaus benötigt wird. Aber: Ohne Training bleiben die Muskeln auch trotz Unmengen von Proteinshakes fern.