Bier auf Wein, das lass sein – Wein auf Bier, das rat’ ich dir:
Stimmt so nicht. Der Ursprung dieser alten Zechweisheit bezieht sich nämlich nicht auf den Kater am nächsten Morgen, sondern auf den sozialen Status. Bier galt nämlich früher als das Getränk der armen Leute und Wein als dasjenige der Reichen. Somit ist mit «Wein auf Bier» ein gesellschaftlicher Aufstieg gemeint. Ging der Reichtum wieder verloren, so wurde von «Bier auf Wein» gesprochen.

Ein guter «Boden» schützt vor einem Rausch:
Das gilt insbesondere für fettes Essen. Denn Fett wird im Dünndarm in seine Einzelteile zerlegt und verhindert so die Aufnahme von freiem Alkohol im Blut. Wird jedoch mehr Alkohol konsumiert, als Bindungsstellen von Fetten im Darm vorhanden sind, dann kann dies trotzdem zum Rausch führen.

Auf jedes alkoholhaltige Getränk soll ein Glas Wasser folgen:
Das ist bestimmt ein weiser Ratschlag. Alkohol entzieht dem Körper Wasser und es entstehen Kopfschmerzen. Viel Wasser füllt das Flüssigkeitsreservoir schon frühzeitig wieder auf und lässt die Katersymptome am nächsten Morgen milder ausfallen. Ausserdem kommt durch den grösseren Gesamtwassergehalt der Alkoholanstieg in ein grösseres Verteilungsvolumen.

Strohhalme machen schneller betrunken:
Alkohol tritt nicht nur über die Magen- und Darmschleimhäute in den Blutkreislauf ein, sondern auch über die Mundschleimhaut. Das passiert umso schneller, je kleiner die Portionen sind, die über den Mund aufgenommen werden. Da ein Strohhalm die Trinkmenge portioniert, kann es sein, dass man sich schneller betrunken fühlt.

Billiger Fusel verursacht Kopfschmerzen:
In billig hergestelltem Alkohol sind oft kleinste Mengen von giftigem Methanol enthalten. Baut der Köper dieses ab, entsteht das ebenfalls giftige Formaldehyd, welches zu erheblichen Beschwerden am nächsten Morgen führt. Möglichst reine Getränke, wie beispielsweise hochwertiger Vodka enthalten besonders reinen Ethanol (Alkohol) und verursachen in der Regel weniger Kopfschmerzen.

Schnaps unterstützt Verdauung:
Hierbei handelt es sich um einen Mythos. Die betäubende Wirkung des Alkohols schwächt nämlich lediglich das Völlegefühl etwas ab. Die Nahrung wird nicht schneller verdaut. Da helfen Pfefferminz- oder Kamillentee besser.

Betrunkene sagen immer die Wahrheit:
Auch das stimmt so nicht. Alkohol löst jedoch Barrieren und es werden Sachen gesagt, welche nüchtern nicht ausgesprochen und besser noch einmal überdacht würden. Wer alkoholisiert ist, getraut sich also eher zu sagen, was er denkt. Nur bei der Wahrheit bleiben Betrunkene genau so oft, wie sie es nüchtern tun.

...und wenn es doch einmal zum Kater kommt: http://www.fragdenapfel.com/was_hilft_bei_alkoholkater/

Ein Artikel von: www.fragdenapfel.com – die Suchmaschine für Ihre Gesundheit