Sharon Stone oder Heidi Klum sollen es getan haben – die Stars, die nicht mehr zu den Jüngsten im Business gehören, helfen dem Ewige-Jugend-Ideal mit Botox nach. Erst war die Botoxbehandlung vor allem in Amerika Trend, doch zunehmend verbreitet sich diese auch in Europa.

Botulinumtoxin A – kurz Botox – ist eines der stärksten Gifte der Welt. Daher wird nur eine äusserst geringe Menge unter die Haut gespritzt, welche die Muskeln lähmt, so dass diese sich nicht mehr anspannen lassen und die Falten nach einigen Tagen verschwinden. Dieser Effekt hält ungefähr drei Monate lang an.

Eine in dieser Woche veröffentlichte Studie an der Universität Zürich hat nun jedoch eine beunruhigende Nebenwirkung solcher Botoxbehandlungen entdeckt: Botox verändert die Verarbeitung von Sinneseindrücken.
Durch die Lähmung der Gesichtsmuskeln werden die Impulse in das für Gesichtsnerven zuständige Gehirnareal gelähmt. Da das Gehirnareal für Handnerven gleich an dasjenige für Gesichtsnerven angrenzt, wird auch dieses beeinflusst.
So kommt es dazu, dass das Gehirn weniger auf Impulse aus der Hand reagiert als vorher. Dies zeigte sich, durch Messungen der Hirnströme mittels eines Elektroenzephalogramms (EEG) vor und sechs Wochen nach einer Botoxbehandlung bei 15 Versuchspersonen. Der Forschungsleiter Arko Ghosh meint, dass es noch weiterer Forschung bedarf, um herauszufinden inwiefern sich diese Einschränkung auf das tägliche Leben auswirkt. «Die Aussage, dass Botoxbehandlungen das Gehirn nicht verändern, ist aber falsch», sagt Ghosh.

Laut Ärzten hat diese Studie jedoch klinisch keine Bedeutung und wer seine Falten mit Botox glätten lassen möchte, muss seine Entscheidung deshalb nicht überdenken. Es handelt sich bei der kleinen Studie der Universität Zürich lediglich um Grundlagenforschung. Es gilt als selbstverständlich, dass sich jede Art von Veränderung der Nervenimpulse im Gehirn abbildet, doch weder in der klinischen Praxis noch in zahlreichen Studien wurden Auswirkungen von Botox auf die Funktion oder das Gefühl in den Händen gefunden. Bei Botox handelt es sich in der Tat um einen der meist untersuchten Wirkstoffe weltweit.

Ein Artikel von: www.fragdenapfel.com – die Suchmaschine für Ihre Gesundheit