Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, welche im menschlichen Körper zahlreiche wichtige Funktionen erfüllt. Die Cholesterinwerte im Blut werden durch diverse Faktoren wie Alter, Geschlecht, Essgewohnheiten, Menopause, gewisse genetische Veranlagungen und gewisse Krankheiten beeinflusst. Ein grosser Teil Cholesterin wird vom Körper in der Leber produziert. Ein kleinerer Teil – maximal 300-400 Milligramm täglich – wird durch Nahrung aufgenommen. Ist zu viel Cholesterin im Blut, wird die Bildung von Ablagerungen in den Arterieninnenwänden gefördert und es kommt zu gefährlichen Gefässverengungen.

Die Rolle der Ernährung
Wer einen erhöhten Cholesterinspiegel hat, der sollte unbedingt auf die Ernährung achten und sich regelmässig körperlich betätigen. Eine ausgewogene Ernährung ist dabei jedoch sinnvoller, als eine cholesterinarme Diät. Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die effektivsten Cholesterinsenker verschafft. Damit Sie den grössten Cholesterinbomben gekonnt aus dem Weg gehen können, listen wir ausserdem zuerst die schlimmsten 10 Übeltäter auf.

Die 10 grössten Cholesterinbomben
1. Hühnerei (Eigelb): 1260mg / 100g
2. Lebertran: 850mg / 100g
3. Hühnerei (Eiweiss): 396mg / 100g
4. Rinderleber: 342mg / 100g
5. Schweineleber: 331mg / 100g
6. Kaviar (echt): 300mg / 100g
7. Löffelbiskuit: 281mg / 100g
8. Butter: 240mg / 100g
9. Mayonnaise (80% Fett): 237mg / 100g
10. Rahmglace: 187mg / 100g

Die 10 effektivsten Cholesterinsenker
Laut neuesten Untersuchungen gibt es einige Lebensmittel, welche durchaus mit medikamentösen Cholesterinsenkern mithalten können. Die Wirkungsweisen sind dabei unterschiedlich. Einige können beispielsweise den gesamten Cholesterinwert senken, andere verschieben das Verhältnis von nützlichem HDL und problematischem LDL und wieder andere hemmen die Fettverdauung. Und im Gegensatz zu diversen Medikamenten haben diese traditionellen Nahrungsmittel über Jahrhunderte ihre Nebenwirkungsfreiheit beweisen können.

1. Äpfel:
Die zahlreichen Pektine des Apfels binden Gallensäuren an sich, so dass die Leber neue Gallensäuren (welche für die Fettverdauung benötigt werden) bilden muss und sich dabei aus dem Cholesterin des Körpers bedient.

2. Erbsen:
Erbsen enthalten grosse Mengen an Saponinen, welche die Cholesterinmoleküle der Nahrung unlöslich machen, damit diese nicht in den Blutkreislauf gelangen. Ausserdem binden Saponine – gleich wie die Pektine des Apfels – Gallensäuren an sich. Den ersten Rang haben hier die Kichererbsen.

3. Flohsamen:
Flohsamen sind der Hauptlieferant von Psyllium, einem wasserlöslichen Ballaststoff. Dieser übt einen Einfluss auf die Menge und die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit aus und reduziert den Cholesterinspiegel um bis zu 15%. Doch Vorsicht, Flohsamen können allergische Reaktionen auslösen.

4. Grüner Tee / Oolong (halbfermentierter Tee aus Taiwan):
Diese beiden Teesorten hemmen die Aufnahme von Fetten aus der Nahrung. Dies ist den Gerbstoffen und Saponinen zu verdanken.

5. Ingwer:
Ingwer enthält Gingerole, welche für eine verstärkte Umwandlung von Cholesterin zu Gallensäuren sorgen.

6. Knoblauch:
Das im Knoblauch enthaltene Alliin hemmt wichtige Enzyme der Cholesterinsynthese. Unser einheimischer Bärlauch soll sogar einen noch höheren Wirkstoffgehalt haben. Das gute HDL-Cholesterin wird dabei aber nicht erhöht.

7. Leinsamen:
Leinsamen enthalten Lignan (pflanzliche Östrogene), welches den Cholesterinspiegel senkt – allerdings nur bei Männern.

8. Nüsse:
Täglich 67 Gramm Nüsse reichen aus, um den Gesamtcholesterinwert um 5.1% und das LDL um 7.4% zu senken. Dies dank den ungesättigten Fettsäuren.

9. Schokolade:
Bitterschokolade mit einem Kakao-Anteil von 85% zeigt einen HDL-steigernden Effekt. Dies dank dem hohen Anteil an Polyphenolen.

10. Speiseöle:
Die Öle von Sonnenblumensamen, Weizenkeimen, Kürbiskernen, Sesam und Soja sind reich an Phytosterinen. Diese haben eine cholesterinsenkende Wirkung, welche wissenschaftlich bestätigt wurde. Auf den HDL-Spiegel haben sie jedoch keine Wirkung. Auch Olivenöl senkt die LDL-Werte. Allerdings ist hier lediglich von unbehandelten, nativen Ölen die Rede.