VON BORIS FELDMANN

Die russische Börse eilt von einem Höchststand zum nächsten – und ein Ende der Kurseuphorie ist nicht in Sicht. Wie können auch Sie am «Börsenkasatschok» teilhaben? Mit dem Produkt (WKN: AA0KEJ) auf den RTS Industrial Index wurde über ein Jahr die sagenhafte Rendite von 246% erzielt. Sogar noch einen Prozentpunkt mehr erzielte der von uns favorisierte RTX Mld € (WKN: RCB93Y), der rund 16 Titel mittelkapitalisierter Werte umfasst. Die Raiffeisen Centrobank als Emittent nimmt notabene keine Managementgebühr für dieses Produkt, sackt hingegen die Dividenden für sich ein. Bedenkt man, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis in Russland bei 8,4 (Schweiz: 20,14) liegt, muss aus fundamentalen Gründen die Börsenrally weitergehen. Die Börsenparty ist heisser als die «Russian Nights» im famosen «Digital», dem «In-Schuppen» des Hotels Baur au Lac in Zürich.

Inzwischen weiss es jeder: Die goldenen Zeiten im Euroland sind vorbei. Schon vor Monaten warnten wir an dieser Stelle vor den Gefahren der PIIGS- Staaten (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien). Analog zu «Asterix und Obelix» gibt es einen unbeugsamen Staat, der nicht in den Euroschlund hineingezogen wird: Norwegen. Mit einem Geldmarktzertifikat (WKN: 918624) auf die norwegische Krone können sie von der Schwäche des Euros profitieren und gleichzeitig von der Stärke des unbeugsamen Landes profitieren. Eine Rendite von +8,25% über sechs Monate steht zu Buche. Die «Sonntags»-Jury» zückt ihr wie bei der Eurovision die Höchstnote: Norway, 12 points (Kauf).

Die «Erfolgsstory» von Jan Schoch, dem Chef von EFG Financial Products, geht weiter: Seit kurzem stehen 160 Personen auf der Lohnliste und die Expansion im europäischen Raum geht weiter. Die Eröffnung einer Niederlassung in Frankfurt steht an, nachdem Monaco und Genf schon operativ sind. Wie Insider vermelden, möchte man in Bälde auch in asiatischen Raum Präsenz markieren.

Angeblich haben die Schweizer Banken im Zuge der Griechenlandkrise ein äusserst minimes Kreditrisiko, obwohl die Zahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) eine andere Aussage vermitteln. Nur: Die Risikoprämien (CDS) für Schweizer Banken haben um satte 10% zugenommen.

Hinter vorgehaltener Hand spricht sogar die Konkurrenz von den «Geschenken» der Clariden Leu, die Coupons auf strukturierten Einzelanlagen ausbezahlt, welche die Konkurrenz wegfegt. Dies gilt etwa für den Valor 11087938. 8%-Coupons auf die Credit Suisse mit einer Barriere von 59%. Das Schweiz-Geschäft der CS unter der Führung von Hans-Ulrich Meister (ex UBS) ist stark, trotzdem ist der Abstand zur Nummer 1, der UBS, weiterhin sehr gross.

Wieder wagt es eine Schweizer Kantonalbank auf dem heissen «OC-Oerlikon-Derivate-Vulkan». Der einstige Höhenflieger ist vom Börsenolymp auf eine tiefe Börsenkapitalisierung von unter 500 Millionen Franken gefallen. Die Basler Kantonalbank offeriert satte 10,40% (ISIN: CH0000816824) auf 6 Monate, sofern die Titel (aktuell: Fr. 35.–) nicht die neuralgische Marke von Fr. 16.83 treffen. Der Wettlauf gegen die Zeit und die Banken ist am 13. Juli 2010 fertig.

Gar nicht glatt ist die Performance der im «Glatt Tower» domizilierten Meta- Sammelstiftung, einer Pensionskasse für Klein- und Mittelbetriebe. Im Jahresrückblick hat man rund 12,77% gegenüber dem Benchmark verloren, mit 1,47% fiel die Differenz im letzten Quartal 2009 nicht mehr so gross aus. Damit haben sich unsere Analysen bewahrheitet.

Für den Zahnimplantate-Hersteller Nobel Biocare erklingen an der Börsen-«Scala» zurzeit keine Kursarien. Obwohl in Asien neue Absatzkanäle eröffnet wurden, muss das Unternehmen mit CEO Domenico Scala im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld mit sinkenden Margen rechnen. Auch die Absicherung mit Optionen gibt zu wenig her: Die Optionsvolatilitäten haben sich seit letztem Sommer massiv reduziert.

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